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Rheinische Post: Niederlande wollen früheren RAF-Terroristen Folkerts wieder hinter Gitter bringen

    Düsseldorf (ots) - Die niederländische Regierung will nach Informationen der "Rheinischen Post" (Donnerstagausgabe) verstärkt darauf dringen, dass der frühere RAF-Terrorist Knut Folkerts in Deutschland wieder hinter Gitter kommt. Das zuständige Gericht in Den Haag hat gestern (Mittwoch) eine Klage Folkerts gegen den niederländischen Staat abgewiesen. Folkerts soll jetzt die Strafe für die Ermordung des Polizisten Arie Krankenburg vor beinahe 30 Jahren absitzen. "Wir werden die deutschen Behörden direkt in Kenntnis setzen über das Urteil, um zu sondieren, ob die Strafe in Deutschland vollstreckt werden kann", sagte ein Sprecher des Haager Justizministeriums der Zeitung. Folkerts erschoss 1977 in Utrecht bei seiner Verhaftung den Polizisten Kranenburg und wurde zu 20 Jahren Haft verurteilt, bald danach aber an Deutschland ausgeliefert. Dort bekam er wegen der Ermordung von Generalbundesanwalt Buback und dessen Begleitern "lebenslang", 1995 aber wurde er vorzeitig entlassen. Beim Landgericht Hamburg ist bereits ein Verfahren anhängig. Die Strafvollstreckungskammer prüft, ob die Strafe aus den Niederlanden in Deutschland zu vollstrecken ist. Mit Blick auf die ausstehende Entscheidung in Den Haag ruhte das Verfahren in Hamburg bisher, sagte die Gerichtssprecherin der Zeitung.

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