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11.06.2019 – 15:59

Rheinische Post

Rheinische Post: Hessens Junge Union stellt sich gegen Kramp-Karrenbauer-Vertrauten

Düsseldorf (ots)

Sechs Kreisverbände der Jungen Union in Hessen haben die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer aufgefordert, auf die Nominierung ihres Vertrauten Nico Lange zum neuen Bundesgeschäftsführer der CDU zu verzichten und haben den stellvertretenden Bundesgeschäftsführer der CDU in diesem Zusammenhang massiv kritisiert. Das berichtet die Düsseldorfer "Rheinische Post" (Mittwoch). Lange sei "einer der Hauptverantwortlichen für das dilettantische und nicht entschuldbare Verhalten der Berliner Parteizentrale rund um die Europawahl", heißt es in einem Dringlichkeitsantrag für den Landesparteitag der Jungen Union am vergangenen Wochenende, der von der Sitzungsleitung aus Geschäftsordnungsgründen nicht zur Abstimmung gestellt wurde. Unterschrieben haben den Antrag, der der Zeitung vorliegt, die JU-Kreisverbände Rheingau-Taunus, Offenbach-Land, Lahn-Dill, Darmstadt, Odenwald und Limburg. "Wenn Nico Lange neuer Bundesgeschäftsführer der CDU werden würde, würde man den Bock zum Gärtner machen und das Wohl der Partei fahrlässig riskieren", heißt es weiter. Lange sei verantwortlich für die Wahlanalyse, die in der Nacht der Europawahl an den Bundesvorstand der CDU verschickt wurde und in der unter anderem das schlechte Abschneiden der CDU bei der Europawahl der Jungen Union zugeschrieben wurde. "Hiermit hat Lange nicht nur unter Beweis gestellt, dass die Qualität politischer Analysen aus dem KAH massiv zu hinterfragen ist, sondern auch, dass er die Partei, die er demnächst als Bundesgeschäftsführer mitführen soll, nicht kennt."

www.rp-online.de

--------------------------------------------------------------- Dringlichkeitsantrag zum Landestag der Jungen Union Hessen in Hünfeld

Junge Union Hessen gegen Nico Lange als neuen Bundesgeschäftsführer der CDU Deutschlands

Der Landestag möge beschließen: Die Junge Union Hessen lehnt den momentanen stellvertretenden Bundesgeschäftsführer der CDU Deutschlands Nico Lange als Nachfolger für den scheidenden Bundesgeschäftsführer Dr. Klaus Schüler ab und fordert den Bundesvorstand der CDU auf, den Posten anderweitig und mit qualifiziertem Personal zu besetzen.

Antragsbegründung: Nico Lange ist derzeit unter anderem für Planung, Strategie und Demoskopie in der Berliner Parteizentrale zuständig und fungiert zugleich als stellvertretender Bundesgeschäftsführer. Damit ist er einer der Hauptverantwortlichen für das dilettantische und nicht entschuldbare Verhalten der Berliner Parteizentrale rund um die Europawahl. Darüber hinaus zeichnet sich Lange verantwortlich für eine "Wahlanalyse", die in der Nacht der Europawahl an den Bundesvorstand der CDU verschickt wurde und in der unter anderem das unterirdische Abschneiden der CDU bei der Europawahl der Jungen Union zugeschrieben wurde. Hiermit hat Lange nicht nur unter Beweis gestellt, dass die Qualität politischer Analysen aus dem KAH massiv zu hinterfragen ist, sondern auch, dass er die Partei, die er - wie kolportiert wurde - demnächst als Bundesgeschäftsführer mitführen soll, nicht kennt. Anders ist es nicht zu erklären, dass jemand derart bewusst versucht, das Tischtusch zwischen Junger Union und CDU zu zerschneiden. Aus dem Umfeld des KAH ist darüber hinaus zu hören, dass Lange seine sogenannte "Analyse" an den Bundesvorstand der CDU verschickt hat, ohne sie dem Generalsekretär vorzulegen. All dies zeigt: Wenn Nico Lange neuer Bundesgeschäftsführer der CDU werden würde, würde man den Bock zum Gärtner machen und das Wohl der Partei fahrlässig riskieren. Stattdessen sollte nachhaltig daran gearbeitet werden, den wildwachsenden Strukturen im KAH einen fähigen Gärtner vorzusetzen, der die Parteizentrale zum schlagfähigen Herzen der CDU macht.

Weitere Begründung erfolgt ggf. mündlich.

Antragssteller:

 Junge Union Rheingau-Taunus
 Junge Union Offenbach-Land
 Junge Union Lahn-Dill
 Junge Union Darmstadt
 Junge Union Odenwald
 Junge Union Limburg 

Pressekontakt:

Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2627

Original-Content von: Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell

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