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Rheinische Post: Kommentar
Trump trampelt = Von Matthias Beermann

Düsseldorf (ots) - Donald Trump macht Politik gerne mit der Brechstange. Das funktioniert schon in der amerikanischen Innenpolitik nur mit sehr mäßigem Erfolg, in der Außenpolitik ist es sogar gefährlich. Auf diesem Feld folgt der US-Präsident der Maxime: Weg mit diplomatischen Konventionen! So etwas könnte ja durchaus positiv sein, wenn Trump neue Pfade eben nicht stets wie ein rücksichtsloser Elefant in die Landschaft trampeln würde. Es ist ja richtig, dass im Fall Jerusalems von Israel längst Fakten geschaffen wurden, die kaum noch rückgängig zu machen sind. Die Aussichten der Palästinenser, ihren eigenen Staat am Verhandlungstisch zu erreichen, sind so schlecht wie noch nie. Daran ändern auch alle UN-Konventionen und Boykott-Aufrufe gegen Israel nichts. Das haben die arabischen Regierungen, denen ein informelles Bündnis mit Israel gegen den Iran längst wichtiger ist als die Palästinenserfrage, eingesehen. Sie drängen die Palästinenserführung zu schmerzhaften Zugeständnissen. Trump hätte diesen Prozess als Vermittler begleiten können. Aber das ist offenbar nicht sein Ding.

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