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Rheinische Post: Müllgebühren müssen transparenter werden Von Jan Drebes

Düsseldorf (ots) - Das Meinungsforschungsinstitut Emnid hat im Dezember 2014 in Bayern erfahren, dass 97 Prozent der befragten Bürger zufrieden sind mit ihrem Müllentsorger. Und tatsächlich wären ja Bilder von gigantischen Müllbergen in den Straßen, wie wir sie aus Neapel kennen, hierzulande unvorstellbar. Die Müllabfuhr funktioniert. Wie hoch aber die Zufriedenheit der Umfrageteilnehmer mit den Abfallgebühren ist, wurde nicht überliefert. Es darf angenommen werden, dass die Sympathien dafür dort und überall in Deutschland arg begrenzt sind. Die Zwangsabgaben für die Abfallbeseitigung sind vielen Bürgern ein rotes Tuch - und zwar fast immer zu Recht. Denn das Abfallentsorgungsrecht und das dahinterstehende System aus privaten und kommunalen Trägern ist derart komplex, dass Verbraucher kaum mehr verstehen können, wie sich ihre (regional extrem schwankenden) Abfallgebühren zusammensetzen. Und wann sie eigentlich Anspruch auf eine Gebührensenkung hätten. So fällt es den Kommunen leicht, immer höhere Summen zu verlangen oder das Stagnieren der Gebühren auf hohem Niveau zu rechtfertigen. Das sorgt für Unmut und Vertrauensschwund - und Transparenz wird zur Tugend.

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