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Rheinische Post: Die Lufthansa hat mehr Gerechtigkeit verdient Kommentar von Thomas Reisener

Düsseldorf (ots) - Heute, am Tag vier nach dem Absturz von Flug 4U 9525, scheinen die wichtigsten Fragen geklärt: Ein wohl psychisch kranker Copilot wollte sich umbringen und hat vorsätzlich 149 unschuldige Menschen mit in den Tod gerissen. Hoffentlich verhindert die schnelle Aufklärung, dass diese Tat noch ein weiteres unschuldiges Opfer fordert: die Lufthansa. Die erdrückenden Indizien gegen den Flugzeugführer machen alle Spekulationen über eine Mitschuld des Konzerns zunichte. Vor der Todessehnsucht eines Unzurechnungsfähigen kann sich kein Verkehrsunternehmen der Welt schützen. Es hätte jede Airline treffen können. Deshalb ändert die Tat auch nichts an den hervorragenden Sicherheitsnoten, die der Konzern seit Jahren in internationalen Vergleichsstudien erhält: Die Lufthansa ist nach wie vor eine der sichersten Fluglinien der Welt. Aber Statistik und Logik sind nur die halbe Wahrheit. Das Image eines Konzerns wird überwiegend durch Emotionen geprägt. Und gefühlt sind die schrecklichen Bilder von Südfrankreich untrennbar mit dem Logo des Kranichs verbunden. Dagegen kann man nichts machen. Aber man kann sich wenigstens bewusstmachen, dass das ungerecht ist.

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