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Rheinische Post: Kein Notopfer Energie

Düsseldorf (ots) - Die Energiewende hat die Versorger hart getroffen. Erst werden ihre Meiler abgeschaltet, dann führt das Überangebot an Ökostrom dazu, dass die Börsenpreise sich halbieren. Doch dies ist kein Grund, von Industrie und Haushalten ein Notopfer Energie zu verlangen, wie Stadtwerke und Konzerne wünschen. Sie wollen, dass Stromkunden allein für die Bereitstellung von Kraftwerks-Kapazität zahlen. Ökonomisch ist das unsinnig; besser wäre es, Kraftwerke abzuschalten, dann steigen die Börsenpreise von allein. Politisch ist es nicht vermittelbar, dass Verbraucher neben Milliarden für die Ökostrom-Förderung weitere Milliarden für die Rettung von Kohlekraftwerken zahlen sollen. Dass insbesondere RWE dennoch fest auf die Hilfe setzt, offenbart politische Blauäugigkeit. Es reicht eben nicht, Land und Gewerkschaften auf seiner Seite haben. Man muss vor allem den Bund überzeugen. Den aber ärgert der Essener Konzern mit Klagen gegen Atom-Moratorium und Brennelemente-Steuer. RWE-Chef Peter Terium wurde schlecht beraten, der Essener Konzern hat sich verzockt.

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