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Rheinische Post: Althaus-Tragödie von Gregor Mayntz

    Düsseldorf (ots) - Nach der schweren Kopfverletzung von Dieter Althaus beim Skiunfall Anfang des Jahres telefonierte CDU-Chefin Angela Merkel oft mit Erfurt, um sich über die Heilungsfortschritte ihres engen Vertrauten auf dem Laufenden zu halten. Jetzt ist es Zeit,wieder die Althaus-Nummer zu wählen. Merkel muss Althaus zur Vernunft bringen. Denn sein Vorgehen reicht inzwischen über eine menschliche Tragödie hinaus, erschwert die Zukunft für die Thüringer CDU und beginnt auch Merkels Wahlkampf zu belasten: Donnerstag tritt Althaus mit sofortiger Wirkung als Regierungschef zurück, Dienstag drauf will er doch weiter regieren. Dabei haben die verbliebenen großen Drei der Thüringer CDU schnell und klug entschieden: Die auch von Sozialdemokraten geachtete Sozialministerin Christine Lieberknecht steht als Regierungschefin für ein schwarz-rotes Bündnis bereit, Finanzministerin Birgit Diezel startet den Neuaufbau der CDU, und der junge Mike Mohring verkörpert Zukunft und Verlässlichkeit als CDU-Fraktionschef. In einer Phase, in der Chancen zum Machterhalt sensibel ventiliert werden müssen, poltert Althaus dazwischen, als wolle er wie vor Rache blind geworden alles zerschlagen. Merkel, übernehmen Sie!

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