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Rheinische Post: Bezahlung nach Leistung ist nötig

    Düsseldorf (ots) - Von Eva Quadbeck

    Achtung, das ist keine allgemeine Lehrerkritik: Selbstverständlich müssen Lehrer nach Leistung bezahlt werden - aus drei Gründen. Erstens: Für das Image des Lehrerberufs wäre eine Bezahlung nach Leistung ein Zugewinn. Das Gerede von den "faulen Säcken" hätte ein Ende, wenn die Entlohnung gerechter wäre. Zweitens: Psychosomatische Erkrankungen treffen Lehrer häufiger als andere Berufsgruppen. Das Gefühl, ausgebrannt zu sein, entsteht aber nicht nur durch starke Arbeitsbelastung. Vor allem stresst es, wenn gute Arbeit nicht erkannt und nicht belohnt wird. Ein Gehaltssystem, das Leistungszulagen und Prämien ausschüttet, kann dem entgegenwirken. Dies gilt besonders für die Prämien, die Schulen selbst verteilen: Sie wären damit verbunden, dass sich die Lehrer mit ihrer eigenen Arbeit auseinandersetzen. Und drittens: Für Schüler sind motivierte Lehrer Gold wert. Sie fördern das Leistungsniveau und erzeugen den Geist von Gemeinschaft und Aufbruch, den eine erfolgreiche Schule braucht. Bislang ist eine leistungsgerechte Bezahlung von Lehrern vor allem am Argument möglicher Ungerechtigkeit gescheitert. Vom Einsatz in einer Brennpunktschule bis hin zur Theaterx0fAG können viele objektive Kriterien für Leistungszulagen geschaffen werden. Hundertprozentige Gerechtigkeit lässt sich nicht herstellen. Den Schülern geht es nicht besser.

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