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Rheinische Post: Pakistan taumelt von Matthias Beermann

    Düsseldorf (ots) - Anschläge islamischer Extremisten gehören zum traurigen Alltag in Pakistan. Allein in diesem Jahr sind schon 220 Menschen zum Opfer von Selbstmordattentätern geworden. Doch die Explosion vom Samstag markiert eine neue Dimension. Der Anschlag auf das Marriot-Hotel mitten im schwer bewachten Zentrum der Hauptstadt Islamabad zeigt, dass das Land am Rande des Chaos taumelt. Spätestens seit Samstag tobt nun auch hier der Krieg, der bereits das benachbarte Afghanistan in seinen Sog gezogen hat. Und der indirekt die ganze Welt bedroht. Auch die neue zivile Regierung Pakistans kämpft an zwei Fronten. Zum einen gegen die Taliban-Extremisten, die sich im pakistanischen Grenzgebiet festgesetzt haben und es als Angriffsrampe gegen die Nato-Truppen in Afghanistan nutzen. Zum anderen gegen die anti-amerikanische Stimmung in der Bevölkerung, die durch die US-Militäroperationen auf pakistanischem Boden nur noch weiter angestachelt wird. Der Krieg gegen die Islamisten kann jedoch nur gewonnen werden, wenn auch die Herzen der Menschen zurückerobert werden. Straßen und Schulen müssen gebaut werden, Jobs geschaffen, damit der Hass-Botschaft der Fundamentalisten endlich der Nährboden entzogen wird.

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