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15.08.2007 – 21:35

Rheinische Post

Rheinische Post: Tod in Kabul

Düsseldorf (ots)

Von Godehard Uhlemann
Der Mord an drei deutschen Polizeibeamten in Kabul wird die 
politische Debatte über das Engagement in Afghanistan zwangsläufig 
aufheizen. Es geht im Herbst im Bundestag um die Verlängerung des 
deutschen Mandats. Da erhoffen sich Taliban-Terroristen offenbar im 
Vorfeld eine Einflussmöglichkeit auf die Stimmung in der Bevölkerung.
Die radikalen Koran-Schüler versuchen schon seit gut vier Wochen mit 
der Geiselnahme des deutschen Ingenieurs Rudolf B. die 
Bundesregierung zu erpressen und versprechen dessen Freilassung nur 
gegen Abzug der deutschen Soldaten. Es ist deprimierend zu sehen, 
dass kurz nach Ende des Friedenstreffens mit Stammesführern in Kabul 
zur Eindämmung des Terrors die Extremisten erneut ihre tödliche Macht
demonstrieren konnten und ein Stück Hoffnung starb.
Auch wenn das Engagement in Afghanistan von den meisten 
Bundestagsparteien nicht zur Disposition gestellt wird, muss die 
Frage nach der größtmöglichen Sicherheit beantwortet werden. Es mag 
ehrenvoll sein, sich als deutscher Soldat, Sicherheitsexperte oder 
Aufbauhelfer unter die Afghanen zu mischen, um die Verbundenheit mit 
ihnen zu dokumentieren. Doch das darf nicht zu einer schwer 
kalkulierbaren Überlebenslotterie werden.

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