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Weser-Kurier: Kommentar von Maren Beneke über das höhere Briefporto

Bremen (ots) - Die moderne Welt macht der Deutschen Post mächtig zu schaffen. Zumindest will der Konzern uns das glauben machen, wenn er sein Porto nun wieder einmal erhöht. Tatsächlich geben die Zahlen der Post auf den ersten Blick recht: 2015 werden allein in Deutschland fast 540 Milliarden E-Mails versandt, vor 15 Jahren waren es noch 32 Milliarden. Schreiben die Deutschen deswegen weniger Briefe? Kaum. Denn nach wie vor gibt es immer noch viele Gelegenheiten, an denen man nicht daran vorbeikommt, einen Brief aufzusetzen: Bei der Steuererklärung, in Bewerbungsverfahren oder beim Rechnungen schreiben. Nun behauptet die Post allerdings hartnäckig, dass dramatisch weniger Briefe verschickt werden. Das ist schlichtweg nicht richtig. Wurden im Jahr 2000 noch 16,6 Milliarden Briefe versandt, waren es im vergangenen Jahr immerhin noch 15,7 Milliarden. Das macht ein Minus von gut fünf Prozent. Wenn die Post ihr Porto nun allein innerhalb eines Jahres um 13 Prozent erhöht, dann passt das nicht zusammen - und zeigt einmal mehr: Der Konzern nutzt seine Monopolstellung aus. Ganz einfach, weil er es kann.

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