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ARD-Hauptversammlung beschließt Leitlinien für die Programmgestaltung 2005/2006

Hamburg (ots)

Die ARD-Hauptversammlung hat am Dienstag (14.
September) in Köln die Leitlinien für die Programmgestaltung des
Senderverbundes für die Jahre 2005/2006 verabschiedet. Prof. Jobst
Plog, ARD- Vorsitzender: „Die ARD stellt durch die Qualität und
Pluralität ihrer Programme einen wesentlichen Faktor der
demokratischen Meinungsbildung in der Bundesrepublik dar. Die jetzt
beschlossenen Leitlinien werden helfen, diese wichtige
gesellschaftliche Aufgabe auch in Zukunft verantwortungsvoll zu
erfüllen. Die Leitlinien werden das öffentlich-rechtliche
Programmprofil weiter schärfen.“ Dr. Karl-Heinz Kutz, der Vorsitzende
der Konferenz der ARD- Gremienvorsitzenden, sieht in den Leitlinien
„einen wichtigen Schritt für noch größere Zuschauernähe und
Transparenz und zugleich einen Orientierungsrahmen für die
programmliche Weiterentwicklung“. In den Leitlinien sind grundlegende
Aussagen zum Auftrag des ARD- Gemeinschaftsprogramms Das Erste und zu
weiteren Gemeinschaftsangeboten – wie etwa Online oder
Digitalfernsehen – festgelegt. Darin wird besonders betont, dass die
Information im Gesamtangebot der ARD eine herausragende Rolle spielt.
Informationssendungen machen den größten Anteil daran aus und prägen
auch im Hauptabendprogramm des Ersten das öffentlich-rechtliche
Profil der ARD. Wörtlich heißt es in den Leitlinien: „Die ARD
informiert in der ganzen Bandbreite der journalistischen Formen über
alle wichtigen politischen, sozialen, wirtschaftlichen, kulturellen,
ökologischen, sportlichen und alltagsbezogenen Themen. Für das
Gemeinschaftsprogramm Erstes Deutsches Fernsehen verpflichtet sich
die ARD auf einen Informationsanteil von mindestens 40 Prozent, worin
die Sportinformation mit rund 10 Prozent noch nicht enthalten ist.“
Weiter führen die Leitlinien aus, dass Kultur, Bildung und Beratung
neben der Information ebenso zu den Kernaufgaben des öffentlich-
rechtlichen Rundfunks gehören wie die Unterhaltung. Die ARD bildet in
ihren Programmen nicht nur Kultur ab, sie versteht sich als ein Teil
von ihr. Mit ihren Chören und Orchestern kommt sie als Förderin des
kulturellen Lebens
ihrem Auftrag besonders in den Regionen nach. „Die ARD wird auch in
Zukunft Programme anbieten, die Kultur nicht nur einer schmalen
Elite, sondern breiten Schichten der Bevölkerung zugänglich machen.“
In einer immer komplexeren Welt komme der Vermittlung von Bildung
und Wissen wachsende Bedeutung zu, heißt es weiter. Sozial-,
gesellschafts- und wirtschaftspolitische Zusammenhänge werden von
der ARD auf vielfältige Weise aufbereitet und dargestellt. „Die ARD
setzt ihren Programmauftrag in diesem Bereich auf besonders
dynamische Art und Weise um, damit das Programmangebot den sich
ändernden Anforderungen der Informationsgesellschaft des
Internetzeitalters inhaltlich, formal und technisch stets gerecht
bleibt.“
Die ARD ist sich ihrer besonderen Verantwortung für Kinder und
Jugendliche bewusst. Um deren spezifischen Interessen und
Bedürfnissen gerecht zu werden, produziert und sendet die ARD in all
ihren Kinderangeboten und im Kinderkanal von ARD/ ZDF (KI.KA)  werbe-
 und gewaltfreie Formate, die in altersgerechter und unterhaltsamer
Weise Werte und Wissen vermitteln. Das Angebot zeichnet sich durch
Inhalte aus, die das Demokratieverständnis, den Sinn für Toleranz
und Fairness, Umweltbewusstsein und die Sensibilität für das
Zusammenleben der Menschen mit verschiedenen kulturellen
Hintergründen fördern.
„Die Unterhaltungsformate der ARD zeichnen sich durch das unbedingte
Festhalten an Werten wie Respekt, Toleranz und Achtung der
Menschenwürde aus“, betont die ARD in ihren Leitlinien und
verdeutlicht, dass sie möglichst viele Zuschauer mit einem
Unterhaltungsprogramm erreichen will, das auch in ethischer Hinsicht
dem öffentlichen-rechtlichen Grundverständnis entspricht.
Dazu gehört die klare Trennung von Werbung und Programm: „Sie ist
einer der wichtigsten Grundsätze des öffentlich-rechtlichen
Selbstverständnisses der ARD. Um diesen Anspruch zu festigen und
seine Bedeutung zu unterstreichen, hat sich die ARD weitgehende
Regeln zur Umsetzung gegeben.“
Bei der Nutzung von Telefonmehrwertdiensten verzichtet die ARD
generell auf den Einsatz von 0190-Nummern. Die ARD rechnet nur noch
pro Anruf, nicht nach Zeittakten ab. Der Anruf soll den Gegenwert
für das Porto einer Postkarte in der Regel nicht überschreiten. Die
gesetzliche Grundlage der Leitlinien bildet der am 1. April 2004 in
Kraft getretene Siebte Rundfunkänderungsstaatsvertrag.
15. September 2004 / RP
ots-Originaltext: ARD Radio & TV
Digitale Pressemappe:
http://www.presseportal.de/story.htx?firmaid=29876

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