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Der Tagesspiegel: DGB-Chef Sommer fordert Einigung auf Mindestlohn - Kunden müssen höhere Preise akzeptieren

Berlin (ots)

DGB-Chef Michael Sommer hat die Koalition zur
Einigung auf einen gesetzlichen Mindestlohn aufgefordert. Dem 
"Tagesspiegel" (Montagausgabe) sagte er, zwar wolle 
Bundesarbeitsminister Franz Müntefering (SPD) am Montag im 
Koalitionsausschuss bei der Ausweitung des Entsendegesetzes auf 
weitere Branchen vorankommen. "Aber das darf nicht alles sein. Denn 
in vielen Branchen haben wir so niedrige Löhne, die nicht tariflich 
geregelt sind, dass uns das Entsendegesetz da nicht hilft. Da 
brauchen wir gesetzliche Mindestlöhne", sagte Sommer.
Der Gewerkschaftschef wandte sich gegen Überlegungen des 
Bundeswirtschaftsministeriums, Hartz IV zu einer Grundsicherung 
auszubauen. "Wer Hartz IV als Lohnuntergrenze ansieht, verhöhnt die 
Betroffenen." Auch das Modell des Wirtschaftsweisen Peter Bofinger, 
der einen Mindestlohn von 4,50 Euro und staatliche Zuschüsse für 
Geringverdiener vorschlägt, wies Sommer zurück. "Das geht überhaupt 
nicht. Denn um auf 7,50 Euro zu kommen, müsste der Staat drei Euro 
pro Stunde zuschießen."
Sommer sagte, wenn der Mindestlohn komme, müssten höhere Preise 
hingenommen werden. "Häufig wird vor eine Abwanderung der Kunden ins 
Ausland gewarnt. Ich kenne nicht viele Leute, die sich im Ausland die
Haare schneiden lassen." Das Thema sei der Lackmustest, ob die 
Bundesregierung überhaupt auf die Arbeitnehmer eingehe. "Im Moment 
spielt die Koalition Mikado: Wer sich bewegt, hat verloren. So kann 
es nicht weitergehen", sagte Sommer.
Inhaltliche Rückfragen richten Sie bitte an:
Der Tagesspiegel, Ressort Wirtschaft, Telefon 030/26009-260

Pressekontakt:

Der Tagesspiegel
Chef vom Dienst
Thomas Wurster
Telefon: 030-260 09-308
Fax: 030-260 09-622
cvd@tagesspiegel.de


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