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20.11.2004 – 13:25

Der Tagesspiegel

Der Tagesspiegel: Managergehälter: Hypovereinsbank und Infineon prüfen Offenlegung Transparenz jetzt bei 14 Dax-Unternehmen

Berlin (ots)

Berlin. Zur nächsten Hauptversammlungssaison wird
die Mehrheit der großen Dax-Konzerne die Bezüge ihrer Vorstände
weitgehend offen legen. Nach Allianz, Siemens und Volkswagen steht
nach Informationen des "Tagesspiegels am Sonntag" jetzt bei der
Hypovereinsbank und bei Infineon eine Entscheidung an. Nach den
bisher vorliegenden Ankündigungen werden 14 der 30 Gesellschaften im
Deutschen Aktienindex ab 2005 für jeden Manager einzeln berichten.
Der Maschinenbauer MAN plant, zumindest die Angaben für den
Vorstandsvorsitzenden separat zu veröffentlichen. Diesen Weg will
auch Addidas-Salomon gehen. Beim Handelskonzern Metro heißt es: „Wenn
sich das durchsetzt, werden wir uns grundsätzlich nicht
verschließen". Die Quote reicht Bundesjustizministerin Brigitte
Zypries (SPD) aber noch nicht. Sie fordert, dass mindestens 80
Prozent aller Dax-Unternehmen zur vollständigen Transparenz übergehen
müssen. Sonst drohe eine gesetzliche Regelung im Herbst 2005.
Nach Angaben eines MAN-Sprechers wird der Aufsichtsrat das Thema
auf seiner nächsten Sitzung Anfang Dezember behandeln.
Noch-Konzernchef Rupprecht und sein designierter Nachfolger Hakan
Samuelsson wollen das Gehalt des Vorstandschefs künftig einzeln, die
Bezüge der übrigen Vorstände en bloc ausweisen. Das plant auch der
Sportartikel- Hersteller Adidas-Salomon. Einen konkreten Zeitplan
gebe es aber noch nicht, sagte eine Unternehmenssprecherin.
Hypo-Vereinsbank und Infineon wollen das Thema dagegen bald auf die
Tagesordnung setzen. Bei der HVB will der Aufsichtsrat nach Angaben
aus Unternehmenskreisen bei seiner nächsten Sitzung Ende November
über die Offenlegung beraten. Zurückhaltend gibt sich inzwischen
wieder der Reisekonzern TUI. Vor Wochen sah es noch so aus, als
könnte es schon bald zu einer Abkehr von der pauschalen Angabe der
Gesamtvergütung kommen. Jetzt heißt es, dass Vorstand und
Aufsichtsrat sich „nicht mehr in diesem Jahr" mit dem Thema
beschäftigen werden, sagte ein Sprecher.
Rückfragen: Ressort Wirtschaft, Telefon 030-26009-260
ots-Originaltext: Der Tagesspiegel

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Der Tagesspiegel
Thomas Wurster
Chef vom Dienst
Telefon: 030-260 09-419
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