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Der Tagesspiegel: "In Deutschland wird zu wenig gelobt" - Wirtschaftspsychologe Frey: Schlechte Führungskultur kostet Produktivität

Berlin (ots)

Nicht nur Strukturreformen könnten einen
erheblichen Wachstumsschub in Deutschland bringen, sondern auch eine
bessere Führungskultur in den Unternehmen. "Auf Führungspositionen
sitzen häufig die in ihrem Bereich besten Fachleute, die aber
Menschen nicht leiten können. Viele Führungskräfte haben keine
Ahnung, wie Menschen funktionieren", sagte Dieter Frey, Professor für
Wirtschafs- und Sozialpsychologie an der Universität München, dem
"Tagesspiegel am Sonntag". Die Produktivität der deutschen
Arbeitnehmer könne 20 bis 50 Prozent höher liegen, schätzt er. "Die
Motivation ist viel wichtiger als die reine Arbeitszeit", sagte Frey.
Zu den Fehlern der hiesigen Führungskultur zähle: "Es wird in
Deutschland zu wenig gelobt, zu wenig Sinn vermittelt, zu wenig an
Entscheidungen beteiligt." Das bedeute allerdings nicht, dass den
Menschen nichts zugemutet werden dürfte. Die Arbeitsmarktreformen der
Bundesregierung seien notwendig, damit der Sozialstaat erhalten
bleiben könne. "Sie müssten aber besser erklärt werden", sagte Frey.
"Menschen können viel ertragen, wenn sie verstehen warum."
Inhaltliche Rückfragen richten Sie bitte an:
Der Tagesspiegel, Ressort Wirtschaft, Telefon 030/26009-260
ots-Originaltext: Der Tagesspiegel

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Der Tagesspiegel
Thomas Wurster
Chef vom Dienst
Telefon: 030-260 09-419
Fax: 030-260 09-622
Email: thomas.wurster@tagesspiegel.de

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