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01.05.2004 – 16:32

Der Tagesspiegel

Der Tagesspiegel: Der Tagesspiegel Berlin meint zum 1.Mai:

    Berlin (ots)

So deutlich ist es noch nie geworden: Das Herz des deutschen Sozialstaates, das Normalarbeitsverhältnis, ist schwer krank. Und niemand weiß, wie ihm zu helfen ist. Die Angreifer kommen von außen. Sie heißen Verlagerung von Arbeitsplätzen und Lohnkostenvorteil, oder: Dynamik der Märkte. Sie kommen aber auch von innen. Da heißen sie verschärfte Zumutbarkeitsregeln, Werkvertrag oder Minijob und unterhöhlen den Normaljob. Vordergründig. Tatsächlich sind diese Regeln Notoperationen, damit das System nicht ganz kollabiert. Auch die Gewerkschaftschefs der IG Metall und von Verdi ahnen, dass daran nichts zu ändern ist. Nicht einmal, wenn alles wieder rückgängig gemacht würde, wenn Deutschland versuchte, seine Zollmauern hochzuziehen. Ein Land, das so stark in die Weltwirtschaft integriert ist wie Deutschland, könnte das nicht überleben. Die Diskussionen über Mindeststeuern und Sozialstandards, die Klagen über Dumping und Erpressung müssen deshalb ziemlich theoretisch bleiben.


ots-Originaltext: Der Tagesspiegel

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