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27.01.2004 – 20:54

Der Tagesspiegel

Der Tagesspiegel: Ökonomen: Zu hoher Tarifabschluss gefährdet Aufschwung

Berlin (ots)

Berlin. Ein zu hoher Tarifabschluss in der Metall-
und Elektrobranche könnte den Aufschwung in Deutschland abwürgen.
Davor warnen Wirtschaftsforscher im "Tagesspiegel" (Mittwochausgabe).
"Der Aufschwung steht auf wackligen Beinen - wenn jetzt noch ein
hoher Tarifabschluss hinzukommt, wird es gefährlich", sagte Michael
Heise, Chefvolkswirt der Allianz, dem Blatt. Der Spielraum für
Lohnsteigerungen sei derzeit sehr gering. Denn der starke Euro-
Anstieg sei bereits eine starke Belastung für die Unternehmen und
erfordere Kostensenkungen auf breiter Front. Zu starke
Lohnsteigerungen würden Arbeitsplätze kosten - das würde nicht nur
die Industrie treffen, sondern sich auf andere Branchen auswirken.
Auch Martin Hüfner, Chefvolkswirt der Hypo-Vereinsbank, hält zu
starke Lohnsteige-rungen für schädlich. "In der aktuellen
Wirtschaftslage bräuchten wir eigentlich eine Nullrunde", regte er
an. Zudem sei Deutschland wegen der wirtschaftspolitischen Reformen
gerade erst wieder für ausländische Investoren interessant geworden.
"Ein unverantwortlich hoher Abschluss würde dieses Bild wieder
beschädigen", sagte er. Klaus Zimmermann, Präsident des Deutschen
Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), bezeichnete einen möglichen
Arbeitskampf als "eine weitere Bedrohung für den Standort
Deutschland." Wolfgang Franz, Mitglied im Rat der Wirtschaftsweisen,
empfahl, dass die Löhne in der Metallbranche um weniger als zwei
Prozent steigen sollten. "Nur dann würden neue Arbeitsplätze
entstehen - Abschlüsse jenseits von 2,5 Prozent vernichten indes Jobs
und bürden dem Staat durch steigende Arbeitslosigkeit zusätzliche
Lasten auf."
ots-Originaltext: Der Tagesspiegel

Rückfragen bitte an:

Der Tagesspiegel
Thomas Wurster
Chef vom Dienst
Telefon: 030-260 09-419
Fax: 030-260 09-622
Email: thomas.wurster@tagesspiegel.de

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