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Der Tagesspiegel: Erstmals seit vier Jahren wieder mehr Firmenpleiten in Berlin/ Auch die Zahl der Verbraucherinsolvenzen steigt

    Berlin (ots) - In Berlin ist die Zahl der Firmenpleiten 2007 erstmals seit vier Jahren wieder gestiegen. Das geht aus Daten der Wirtschaftsauskunftei Creditreform hervor, die dem Tagesspiegel am Sonntag vorliegen. Demnach mussten im vergangenen Jahr 1470 Berliner Betriebe Insolvenz anmelden - 4,3 Prozent mehr als 2006. Berlin ist zusammen mit Nordrhein-Westfalen das einzige Bundesland, in dem die Zahl der Pleiten zugenommen hat. In Brandenburg meldeten dagegen 16,7 Prozent weniger Unternehmen Insolvenz an. Im Bundesdurchschnitt ging die Zahl laut Creditreform um 10,4 Prozent zurück. Insgesamt seien 2007 gut 30.000 Unternehmen in Deutschland pleite gegangen.

    "Berlin hat sich vom Bundestrend abgekoppelt", sagte Christian Wolfram, Geschäftführer der Creditreform Berlin, dem Tagesspiegel am Sonntag. 2006 war die Zahl der Pleiten in der Hauptstadt noch um 18 Prozent gesunken.

    Auch bei den Privatinsolvenzen hat sich Berlin 2007 schlechter entwickelt als der Bundesdurchschnitt. Laut Creditreform mussten im vergangenen Jahr 8360 Personen Insolvenz anmelden - 18,2 Prozent mehr als 2006. Bundesweit zählte Creditreform 139.510 Verbraucherpleiten - gut zwölf Prozent mehr als im Vorjahr. In Brandenburg stieg die Zahl um 24,2 Prozent auf 6310. "Die einzig gute Nachricht für Berlin ist, dass die Zuwachsraten geringer werden", sagte Creditreform-Geschäftsführer Wolfram. 2006 war die Zahl der Verbraucherinsolvenzen noch um fast 40 Prozent gestiegen.

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