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Der Tagesspiegel: DFL-Chef Holzhäuser rechnet ab: "Die DFL schmort im eigenen Saft"

    Berlin (ots) - Vor der Neuwahl des Präsidenten der Deutschen Fußball-Liga am Dienstag in Berlin hat der scheidende Präsident Wolfgang Holzhäuser mit dem Verband abgerechnet. "Die Deutsche Fußball-Liga schmort im eigenen Saft", sagte Holzhäuser dem "Tagesspiegel" (Dienstag-Ausgabe). "Ich denke, dass der Verband endlich Beratung von außen benötigt und dass er sich sportpolitisch stärken sollte mit Persönlichkeiten aus der Politik und der Wirtschaft." Holzhäuser, der den Verband seit Januar dieses Jahres kommissarisch führt, will bei der DFL-Versammlung in Berlin nicht mehr für ein Amt kandidieren. Er bemängelte, dass in der DFL "zuletzt Einzelinteressen in den Vordergrund getreten sind" und sich "ein Lagerdenken in der DFL" zwischen Bundesliga und Zweiter Liga entwickelt habe. Den Verzicht des Ligaverbandes auf externe Beratung sei "engstirnig". Der Ligaverband müsse wieder zurück zur inhaltlichen Arbeit finden und sich zum Beispiel fragen, warum deutsche Vereine in europäischen Wettbewerben immer schlechter abschneiden, forderte Holzhäuser. Borussia Dortmunds Präsident Reinhard Rauball ist bei der DFL-Versammlung in Berlin einziger Kandidat als Verbandspräsident. Als Vizepräsidenten kandidieren Schalkes Geschäftsführer Peter Peters sowie Mainz' Präsident Harald Strutz. Holzhäuser zog nach deren Kandidatur sein Interesse für einen Posten als DFL-Vize zurück und will sich nun wieder auf seine Arbeit bei Bayer Leverkusen konzentrieren. Zur künftigen Arbeit der DFL unter Rauballs Führung sagte Holzhäuser dem Tagesspiegel: "Wir müssen mit dem Deutschen Fußball-Bund endlich konkret über eine Neuausgestaltung des Grundlagenvertrags verhandeln. Wir müssen die immer wieder auftauchenden Spannungen zwischen Bundesliga und Zweiter Liga abbauen. Wir müssen uns über die Ausgestaltung des Spielplans Gedanken machen. Hier hat sich nicht viel getan, weil die DFL in den vergangenen Monaten zu sehr mit sich selbst beschäftigt war."

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