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06.10.2004 – 11:47

Allianz pro Schiene

Stolpe macht mehr Schulden als Eichel - Studie: Straßenverkehr kostet jährlich 130 Mrd Euro

Berlin (ots)

Die Folgekosten des Straßenverkehrs sind dreimal
höher als die Neuverschuldung in Rekordhöhe von Finanzminister
Eichel. 130 Milliarden Euro Gesundheits- und Umweltkosten wälzen LKW-
und Autofahrer in Deutschland Jahr für Jahr auf die Gesellschaft und
auf nachfolgende Generationen ab, wie eine heute veröffentlichte
Studie von IWW / Infras über die Kosten des Verkehrs belegt. „Der
wachsende LKW-Verkehr häuft Schuldenberge an, die unsere Kinder
bezahlen müssen“, kommentierte der Geschäftsführer der Allianz pro
Schiene Dirk Flege die Studie. „Stolpe ist ein größerer
Schuldenmacher als Eichel, denn er unternimmt nichts gegen die
LKW-Kolonnen auf unseren Straßen.“ Die Bundesregierung müsse deshalb
endlich mehr LKW auf den umweltfreundlichen und sicheren
Schienenverkehr verlagern, so Flege. Jeder Euro, den der Staat in die
Verlagerung auf die Schiene investiert, spart nach Angaben der
EU-Kommission 15 Euro an Gesundheits- und Umweltkosten.
Die heute in Brüssel vorgestellte Studie der Forschungsinstitute
IWW und Infras bestätigt dies mit aktuellen Berechnungen der
Gesundheits- und Umweltkosten des Verkehrs in Westeuropa: LKW richten
im Durchschnitt fünfmal mehr Schäden an als der Schienenverkehr, PKW
dreimal soviel. Dabei handelt es sich um Gesundheits- und
Umweltschäden, deren Kosten nicht von den Verursachern bezahlt
werden, sondern von der Allgemeinheit, etwa über
Krankenkassenbeiträge und Steuern. Die von der Gesellschaft zu
bezahlenden Folgekosten im Einzelnen: Während im Schienengüterverkehr
pro 1000 Tonnenkilometer (beförderte Tonnen mal Entfernung)
durchschnittlich nur 17,9 Euro anfallen, kosten LKW 87,8 Euro bei
gleicher Verkehrsleistung. Im Personenverkehr fallen bei den Bahnen
22,9 Euro pro 1000 Personenkilometer (beförderte Personen mal
Entfernung) im Durchschnitt an, PKW schlagen dagegen mit 76 Euro
volkswirtschaftlich zu Buche.
Für die EU ohne Beitrittsländer betragen die Gesundheits- und
Umweltkosten des Verkehrs laut Studie 650 Mrd Euro. Damit vernichten
sie über 7 Prozent des Bruttoinlandproduktes (BIP) der EU. Mit
Staukosten summiert sich die Wertvernichtung auf 10 Prozent. Die
Folgekosten des Verkehrs sind im Zeitraum von 1995 bis 2000 um 12
Prozent gestiegen, was die Autoren der Studie auf das Wachstum des
Straßen- und Flugverkehrs zurückführen.
Der größte Kostentreiber ist der Straßenverkehr: 83 Prozent der
Gesundheits- und Umweltkosten des Verkehrs gehen auf das Konto des
Straßenverkehrs, 14 Prozent verursacht der Luftverkehr und 2 Prozent
der Schienenverkehr. Für Deutschland errechneten die Wissenschaftler
von IWW und Infras Folgekosten des Verkehrs von 150 Mrd Euro, davon
entfallen 130 Mrd auf den Straßenverkehr.
Die Kosten, die der Verkehr auf die Gesellschaft abwälzt, setzen
sich nach den Ergebnissen der Studie vor allem aus Umwelt- und
Gesundheitsschäden durch den Klimawandel (30 Prozent), durch
Luftverschmutzung (27 Prozent) sowie Unfallkosten (24 Prozent)
zusammen.
Die Studie „Externe Kosten des Verkehrs“ finden Sie unter
www.allianz-pro-schiene.de (am Ende der dort veröffentlichten
Pressemitteilung von heute).
Die Allianz pro Schiene ist das Bündnis in Deutschland zur
Förderung des sicheren und umweltfreundlichen Schienenverkehrs. Dem
Bündnis gehören 17 gemeinnützige Verbände an, darunter die
Umweltverbände BUND, NABU und die NaturFreunde Deutschland.
Unterstützt wird die Allianz pro Schiene von 53 Unternehmen der
bahnnahen Wirtschaft.
ots-Originaltext: Allianz pro Schiene
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Kontakt:

Frauke Lendowsky
Telefon: 030 - 27 59 45 62
Fax: 030 - 27 59 45 60
Email: frauke.lendowsky@allianz-pro-schiene.de
http://www.allianz-pro-schiene.de

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