Alle Storys
Folgen
Keine Story von Allianz pro Schiene mehr verpassen.

Allianz pro Schiene

Deutsche Spediteure über Monstertrucks zerstritten Schweden und Niederländer legen Rückwärtsgang ein

Berlin (ots)

Berlin. Während der Streit um die Zulassung von
Riesen-Lkw in Deutschland das Speditionsgewerbe erreicht hat, machen 
die Regierungen von Schweden und den Niederlanden bereits einen 
Rückzieher. Nach Angaben der Deutschen Verkehrszeitung hat die 
schwedische Regierung das staatliche Forschungsinstitut für 
Transportfragen VTI beauftragt, die Vorteile der Rückkehr zum Lkw 
nach europäischem Standardmaß (18,75 Meter Länge und 40 Tonnen 
Gewicht) zu untersuchen. Die Studie soll die Kosten für den 
Verschleiß der Straßen, die Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit 
und die Emissionen der Riesen-Lkw ermitteln. Die niederländische 
Regierung, die bei der Einführung der Monstertrucks zusammen mit 
Schweden bislang vorpreschte, hat sich inzwischen für die Abkehr von 
den 60-Tonnern entschieden.
"Die Entwicklung in Schweden und in den Niederlanden zeigt, dass 
Monstertrucks in Deutschland keine Zukunft haben", sagt Peter Witt, 
Förderkreissprecher der Allianz pro Schiene und 
Aufsichtsratvorsitzender von Bombardier Transportation. Die 
bundesweite Einführung von Riesen-Lkw würde einen großen Teil des 
Schienenverkehrs auf die Straße verlagern. "Das können wir uns 
verkehrs- und umweltpolitisch nicht leisten." Kosten in 
Milliardenhöhe kämen für die Anpassung der Straßeninfrastuktur auf 
den Steuerzahler zu. Nach einer Studie des Bundesverkehrsministeriums
wären allein für den Ausbau der Brücken bis zu 8 Milliarden Euro 
nötig.
Die deutschen Spediteure sind nach einem Bericht der Financial 
Times Deutschland von Dienstag in der Frage um die Zulassung von 
60-Tonnern uneins. Der Deutsche Speditions- und Logistikverband 
(DSLV), der eher große Speditionen vertritt, setzt sich für die 
Riesen-Lkw ein. Der Bundesverband Güterkraftverkehr, Logistik und 
Entsorgung (BGL) lehnt sie mit Verweis auf vorhandene 
Infrastrukturengpässe und die Verkehrssicherheit vehement ab. Derzeit
werden die Monstertrucks in fünf Bundesländern probeweise eingesetzt.
"Die Verkehrssicherheit ist eines der Hauptprobleme des 
Monstertrucks", pflichtet Allianz-pro-Schiene-Förderkreissprecher 
Peter Witt dem bei. "Überlange Fahrzeuge sind vor allem durch ihre 
längeren Überholvorgänge und das eingeschränkte Sichtfeld tickende 
Zeitbomben auf unseren Straßen."
Die Allianz pro Schiene ist das Bündnis in Deutschland zur 
Förderung des umweltfreundlichen und sicheren Schienenverkehrs. In 
dem Bündnis haben sich 16 Non-Profit- Verbände zusammengeschlossen: 
die Umweltverbände BUND, NABU, Deutsche Umwelthilfe und NaturFreunde 
Deutschlands, die Verbraucherverbände Pro Bahn, DBV und VCD, die 
Automobilclubs ACE und ACV, die drei Bahngewerkschaften TRANSNET, 
GDBA und GDL sowie die Eisenbahnverbände BDEF, BF Bahnen, VBB und 
VDEI.  Die Mitgliedsverbände vertreten mehr als 2 Millionen 
Einzelmitglieder. Unterstützt wird das Schienenbündnis von 74 
Unternehmen der Bahnbranche.

Pressekontakt:

Rückfragen bitte an:
Allianz pro Schiene
Maren Herbst
Telefon: +49(0)30-2462599-20
Maren.Herbst@allianz-pro-schiene.de

Original-Content von: Allianz pro Schiene, übermittelt durch news aktuell

Weitere Storys: Allianz pro Schiene
Weitere Storys: Allianz pro Schiene