Genossenschaftsverband Bayern

Neelie Kroes schwadroniert

München (ots) - Auf völliges Unverständnis stößt beim Präsidenten des Genossenschaftsverbands Bayern, Stephan Götzl, die Äußerung der EU-Kommissarin Neelie Kroes, dass das deutsche Bankensystem überholt sei. Wer jetzt, wie die holländische EU-Kommissarin darüber schwadroniert, dass das deutsche Dreisäulenmodell aus Sparkassen, Genossenschaftsbanken und Privatbanken von gestern sei, habe aus der Finanzkrise nichts gelernt, so Götzl.

In der tiefsten Krise seit 1929 hat sich das deutsche Bankensystem bewährt. Gerade das dreigliedrige System hat dazu beigetragen, dass die Deutschen ihr Vertrauen in die Finanzinstitute nicht verloren haben. Deshalb, so der Präsident der bayerischen Volksbanken und Raiffeisenbanken, möge sich Frau Kroes erst sachkundig machen, bevor sie sich undifferenziert äußere. Götzl: "Dass der Steuerzahler jetzt zur Stützung einiger Banken zur Kasse gebeten wird, ist der verfehlten Geschäftspolitik der betroffenen Banken geschuldet. Für Volksbanken und Raiffeisenbanken jedenfalls muss kein einziger Steuercent aufgewendet werden. Genossenschaftsbanken sind der Systemstabilisator in der Krise."

Wenn Frau Kroes sich schon Gedanken über das deutsche Finanzsystem mache, so Götzl, solle sie auch ernsthaft prüfen, inwieweit das nachhaltige Geschäftsmodell der Volksbanken und Raiffeisenbanken nicht zum Vorbild für andere Bankensäulen werden könne und eine entsprechende Empfehlung aussprechen.

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