Hauptverband der Deutschen Bauindustrie

Baum├Ąrkte der Zukunft: Bauindustrie setzt auf Verkehrswegebau und Stadtumbau!

    Berlin (ots) -

    ┬äDeutschland hat gute Chancen, zum zentralen G├╝terumschlagplatz Europas zu werden. Voraussetzung ist jedoch, dass daf├╝r z├╝gig die verkehrsinfrastrukturellen Voraussetzungen geschaffen werden." Diese Auffassung vertrat der Pr├Ąsident des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, Dr. Hans-Peter Keitel, anl├Ąsslich eines Symposiums zum Thema ┬äMobilit├Ąt und Stadtumbau" in Berlin. Wer beispielsweise die Hafenstandorte Hamburg und Bremen f├╝r den weiter boomenden Container-Umschlag ausbauen wolle, der m├╝sse sich um den Weitertransport der Container k├╝mmern, also konkret um die Vertiefung der Elbe, den Bau der Hamburger Hafenquerspange und die sog. ┬äY-Trasse", um auch die Schiene st├Ąrker in die Transportkette einzubeziehen.

    Gleichzeitig sprach sich Keitel daf├╝r aus, die bereits ┬äreichlich angegriffene Substanz der Verkehrsbauten" zu sichern. Vor allem gelte dies f├╝r die Schienennetze, f├╝r deren Erhaltung j├Ąhrlich 2,5 Mrd. Euro aufgebracht werden m├╝ssten. Mehr und mehr gelte dies aber auch f├╝r die Br├╝cken im Bereich der Bundesfernstra├čen, die bereits zu 15 % einen nicht mehr zufriedenstellenden oder gar kritischen Bauzustand erreicht h├Ątten. All diese Ma├čnahmen k├Ânnten jedoch nur dann realisiert werden, wenn die Investitionsmittel f├╝r den Verkehrswegebau deutlich ├╝ber die derzeit geplanten 9 Mrd. Euro auf die von der P├Ąllmann-Kommission errechneten 12 Mrd. Euro j├Ąhrlich aufgestockt w├╝rden.

    Ebenso wichtig sei es, die St├Ądte auf den vorstehenden demografischen Wandel vorzubereiten, erl├Ąuterte Keitel. Dabei d├╝rfe es allerdings nicht nur um einen R├╝ckbau von Wohnungskapazit├Ąten gehen; wichtig sei auch die Modernisierung der dauerhaft notwendigen Bausubstanz, die Aufwertung des Wohnungsumfelds und die Revitalisierung brach gefallener innerst├Ądtischer Fl├Ąchen. Stadtumbau finde aber auch unter der Erde statt, erg├Ąnzte Keitel. 17 % des ├Âffentlichen Kanalnetzes seien kurz- bis mittelfristig sanierungsbed├╝rftig, bei weiteren 14 % st├╝nden langfristig Sanierungen an. Mit dem Abbau dieses Sanierungsstaus von fast 80 Mrd. Euro allein sei es jedoch nicht getan, es gelte R├╝ckbautechniken zu entwickeln, um die Kapazit├Ąten an eine nachlassende Inanspruchnahme anzupassen.

    Bund, L├Ąnder und Gemeinden k├Ânnten jedoch die vor ihnen liegenden Aufgaben im Verkehrswegebau wie im Stadtumbau allein nicht bew├Ąltigen, stellte Keitel klar. Auch in Deutschland m├╝sse sich deshalb l├Ąngerfristig - ├Ąhnlich wie in Gro├čbritannien - eine PPP-Quote von mindestens 15 % durchsetzen. Im ├Âffentlichen Hochbau habe PPP bereits den Durchbruch geschafft: 28 PPP-Projekte mit einem Investitionsvolumen von 650 Mio. Euro seien inzwischen vergeben worden; ├╝ber 100 PPP-Projekte mit einem Investitionsvolumen von 6 Mrd. Euro seien in der Vorbereitung bzw. bef├Ąnden sich in der Ausschreibung. Im Vergleich dazu sei der privatwirtschaftliche Ansatz im Verkehrswegebau nur wenig vorangekommen. Beispielsweise habe es das im Jahr 2001 aufgelegte privatwirtschaftliche Ausbauprogramm f├╝r Bundesautobahnen (A-Modelle) bislang lediglich auf vier Ausschreibungen gebracht. Keitel forderte deshalb die Bundesregierung auf, den Ank├╝ndigungen im Koalitionsvertrag Taten folgen zu lassen: ┬äWir brauchen dringend eine zweite Staffel f├╝r A-Modelle, Pilotprojekte f├╝r die Erprobung weiterer PPP-Vertragsmodelle und generell eine Verschlankung von Ausschreibungs- und Vergabeverfahren."

    Auch im Internet abrufbar:     www.bauindustrie.de

Ansprechpartner: Dr. Heiko Stiepelmann Funktion: Stellv. Hauptgesch├Ąftsf├╝hrer und Leiter der Hauptabteilung Volkswirtschaft, Information und Kommunikation Tel: 030 - 21286 140, Fax: 030 - 21286 189 E-Mail: Heiko.Stiepelmann@bauindustrie.de

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