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Deutschlandticket für 49 Euro: Deutsche Umwelthilfe belegt Nutzen für Klimaschutz und Volkswirtschaft

Berlin (ots)

  • Neues Gutachten: Deutschlandticket für 49 Euro im Monat hätte von 2023 bis 2030 zusätzliches CO2-Minderungspotenzial von über 18 Millionen Tonnen gehabt
  • Großteil der Einsparungen kann bei sofortiger Preisreduktion noch erreicht werden: Über 20 Millionen Menschen würden Ticket für 49 Euro perspektivisch nutzen
  • DUH fordert von Bundesregierung sofortige Preisreduktion des Deutschlandtickets auf maximal 49 Euro

Ein Deutschlandticket für dauerhaft 49 Euro im Monat entlastet Menschen angesichts gestiegener Kraftstoffpreise. Außerdem schützt es das Klima und kommt der Volkswirtschaft zugute. Das belegt ein neues Gutachten im Auftrag der Deutschen Umwelthilfe (DUH). Demnach hat ein Deutschlandticket für einen Preis von dauerhaft 49 Euro wegen der größeren Nachfrage ein deutlich höheres CO2-Minderungspotenzial als eines mit steigendem Preis. Das Gesamtpotenzial in den Jahren 2023 bis 2030 liegt für ein 49-Euro-Ticket bei 44 Millionen Tonnen CO2. Das sind über 18 Millionen Tonnen CO2 zusätzlich im Vergleich zu einem Ticket mit steigenden Preisen. Ein Großteil dieser Mehreinsparung kann noch erreicht werden, wenn die Bundesregierung den Preis des Deutschlandtickets im laufenden Jahr absenkt und stabilisiert. Das geht vor allem auf einen Verlagerungseffekt zurück: 20,6 Millionen Menschen - rund 6 Millionen mehr als Ende 2025 - würden ein Deutschlandticket für 49 Euro laut Gutachten perspektivisch nutzen. Demgegenüber hat die Bundesregierung mit der Preisanhebung des Deutschlandtickets von 49 Euro auf 58 Euro im vergangenen Jahr ein CO2-Minderungspotenzial von fast einer Million Tonnen verspielt.

Die DUH fordert Bundesverkehrsminister Schnieder auf, schnellstmöglich eine dauerhafte Preissenkung beim Deutschlandticket auf maximal 49 Euro zu finanzieren. Außerdem brauche es zusätzliche Vergünstigungen für Kinder und Jugendliche, Auszubildende und Studierende sowie Rentnerinnen und Rentner.

Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH: "Während die Bundesregierung in kürzester Zeit Milliarden für den Autobahnausbau auftreiben kann, wird beim Deutschlandticket geknausert. Dieser Fehler kommt uns alle teuer zu stehen. Mit jeder Preissteigerung beim Deutschlandticket wächst die Belastung für Menschen und Klima. Angesichts extrem hoher Spritpreise und der klaffenden Klimaziellücke im Verkehrssektor ist das unverantwortlich. Wir fordern Verkehrsminister Schnieder auf, den Menschen mit einem Deutschlandticket für maximal 49 Euro eine bezahlbare und klimafreundliche Alternative zu bieten."

Auch die Volkswirtschaft profitiert von einem 49-Euro-Ticket, so das Gutachten. Zwischen 2023 und 2030 liegt der Nutzen bei rund 46 Milliarden Euro und damit mehr als doppelt so hoch wie mit den aktuell von der Bundesregierung geplanten jährlichen Preiserhöhungen. Das liegt auch an eingesparten externen Kosten durch wegfallende Autofahrten. Dazu zählen Kosten durch Luftverschmutzung, Flächenverbrauch und Verkehrsunfälle.

Link:

Das vollständige Gutachten sowie das dazugehörige Infoblatt finden Sie hier: https://l.duh.de/p260319

Hintergrund:

Das Gutachten der exeo Strategic Consulting AG vergleicht zwei Szenarien: Im ersten Szenario bleibt der Ticketpreis zwischen 2023 und 2030 bei 49 Euro. Im zweiten Szenario steigen die Preise ab 2025 jährlich, wie bisher von der Bundesregierung umgesetzt und zukünftig vorgesehen.

Pressekontakt:

Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer
0171 3649170, resch@duh.de

DUH-Newsroom:
030 2400867-20, presse@duh.de

www.duh.de

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