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22.07.2019 – 10:53

Deutsche Umwelthilfe e.V.

Negativpreis "Goldener Geier": Deutsche Umwelthilfe ruft zur Wahl der unsinnigsten Plastikverpackung des Jahres 2019 auf

Berlin (ots)

Ab sofort kann über die absurdeste Einweg-Plastikverpackung des Jahres 2019 abgestimmt werden - Gewinner der Abstimmung erhält den Negativpreis "Goldener Geier" - Sechs Produkte unter anderem von Lidl, Rewe, Nestlé und Haribo stehen zur Wahl - Plastikfreundliche Wirtschafts- und Umweltpolitik der Bundesregierung führt zur Verdopplung des Plastikmülls pro Kopf und Jahr seit 1995 - DUH fordert Industrie und Handel auf, die Einweg-Plastikflut zu stoppen - Innovative Ansätze zur Vermeidung und Mehrwegverpackungen stehen zur Verfügung

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) ruft alle Verbraucherinnen und Verbraucher auf, über die unsinnigste Einweg-Plastikverpackung des Jahres 2019 abzustimmen. Nachdem die DUH am 12. Juni dazu aufgefordert hatte, unnötige Plastikverpackungen unter dem Hashtag #Verpackungswahnsinn zu nominieren, stehen nun sechs der am häufigsten genannten und absurdesten Verpackungen zur Wahl. Dem Hersteller bzw. Händler, der bei der Online-Abstimmung die meisten Stimmen auf sich vereint, verleiht der Umwelt- und Verbraucherschutzverband dieses Jahr erstmalig den "Goldenen Geier". Mit dem Negativpreis möchte die DUH dem Trend unnötiger Plastikverpackungen entgegentreten und den Druck auf Handel, Hersteller und Politik erhöhen, endlich die Einweg-Plastikflut zu beenden und innovative Mehrweg-Lösungen zu nutzen oder schlicht auf Verpackungen zu verzichten. Bis zum 30. August 2019 können alle Interessierten unter www.duh.de/goldenergeier ihre Stimme abgeben.

Dazu Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH: "Aufgrund der industriefreundlichen Abfallpolitik dieser Bundesregierung hat sich der Anteil von Plastikverpackungen seit 1995 bis heute von 19 auf 37 Kilogramm pro Kopf und Jahr verdoppelt. In keinem Land in Europa fällt so viel Verpackungsmüll an wie in Deutschland. Die nominierten Verpackungen von Lidl, Nestlé, Haribo und Co. spiegeln diese Entwicklung wider und zeigen, dass Hersteller und Händler noch immer in verschwenderischer Weise mit begrenzt vorhandenen Ressourcen umgehen und die Verschmutzung der Umwelt in Kauf nehmen. Durch den Negativpreis 'Goldener Geier' geben wir den Verbrauchern eine Stimme, die Hersteller und Vertreiber für unsere Umwelt in die Pflicht zu nehmen. Wir brauchen einen Wettbewerb um intelligente Vermeidung von Einweg-Plastikverpackungen und dort, wo Verpackungen unverzichtbar sind, Mehrweglösungen wie diese über Jahrhunderte von unseren Eltern und Großeltern praktiziert wurden."

Aus über 200 Nominierungen haben es folgende sechs Verpackungen in die Endrunde geschafft:

   - In einer Plastikschale mit Foliendeckel verpackte Melonenstücke 
     - Rewe 
   - Französisches Mineralwasser der Marke Vittel in 0,33l 
     Einweg-Plastikflaschen im 8er Pack mit Folie umwickelt - Nestlé 
   - Gartenkräuter in überdimensionierter Plastikschale im Foliensack
     - Edeka 
   - Ein einzelnes in Hartplastik verpacktes Kuchenstück - Lidl 
   - Tüte in der Tüte - kleine Gummibärentütchen aus Plastik in einer
     großen Tüte - Haribo 
   - Finish Maschinenspültabs in einer halbleeren XXL-Hartplastikbox 
     - Reckitt Benckiser 

Das Produkt mit den meisten Stimmen wird im September mit dem "Goldenen Geier" ausgezeichnet, verliehen am Ort der Geschäftsführung des entsprechenden Unternehmens in Deutschland im Rahmen eines Pressetermins. Der Schauspieler, Autor und Umweltaktivist Hannes Jaenicke sowie Schauspieler Lucas Reiber und zahlreiche Influencer unterstützen die Aktion.

Links:

   - Abstimmung zur Wahl des "Goldenen Geiers": 
  www.duh.de/goldenergeier 
   - Fotos der Produkte: 
  https://www.duh.de/pressefotos/abfall-mehrweg-recycling/ 
   - Faktenpapier zur Aktion "Goldener Geier": 
  http://l.duh.de/p190722 

Pressekontakt:

Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer
0171 3649170, resch@duh.de

Henriette Schneider, Projektmanagerin Kreislaufwirtschaft
030 2400867-464, schneider@duh.de

DUH-Pressestelle:

Ann-Kathrin Marggraf, Marlen Bachmann
030 2400867-20, presse@duh.de

www.duh.de, www.twitter.com/umwelthilfe,
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