Deutsche Umwelthilfe e.V.

Mehr Wiederverwendung und Recycling bei Sperrmüll: Deutsche Umwelthilfe begrüßt Grundsatzentscheidung des Bundesverwaltungsgerichts

Pressemitteilung

Mehr Wiederverwendung und Recycling bei Sperrmüll: Deutsche Umwelthilfe begrüßt Grundsatzentscheidung des Bundesverwaltungsgerichts

DUH befürwortet die Öffnung der Sammlung von Sperrmüll für gewerbliche Entsorgungsunternehmen - Entscheidung fördert innovative Lösungen zur stofflichen Nutzung - DUH fordert von der Bundesregierung eine Sperrmüllverordnung mit Quoten zur Wiederverwendung und zum Recycling

Berlin, 8.3.2018: Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig entschied am 23. Februar 2018 (BVerwG 7 C 9.16), dass Sperrmüll aus Privathaushalten nicht dem öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger überlassen werden muss, sondern auch von gewerblichen Entsorgungsunternehmen gesammelt werden kann. Die Überlassungspflicht an den öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger besteht nur für gemischte Abfälle aus privaten Haushalten (Schwarze bzw. Graue Tonne), zu denen Sperrmüll nicht gehört. Die Entscheidung des BVerwG kommentiert der Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe (DUH), Jürgen Resch:

"Das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts ist richtungsweisend und hilft dem Umwelt- wie Klimaschutz. Sperrmüll für eine gewerbliche Sammlung zu öffnen, bietet die große Chance, endlich eine tatsächlich funktionierende Kreislaufführung von Rohstoffen zu entwickeln, die im Sperrmüll enthalten sind. Bislang wurde Sperrmüll überwiegend verbrannt und ein Recycling wertvoller Rohstoffe fand kaum statt. Viele Kommunen haben mit Sperrmüll ihre Verbrennungsanlagen gefüttert, anstatt sich um eine Wiederverwendung oder ein Recycling der hierin enthaltenen Produkte bzw. Wertstoffe zu bemühen. Die Öffnung des Marktes für gewerbliche Entsorgungsunternehmen hat das Potential, innovative Lösungen zur stofflichen Nutzung des Sperrmülls anzustoßen. Das Bundesverwaltungsgericht hat zudem die Meinung der Vorinstanz verworfen, dass Sperrmüll nichts anderes sei als 'großteiliger Restmüll'. Das ist deshalb besonders wichtig, weil es zeigt, dass der Stoffstrom ein großes Potential zur Wiederverwendung und zur stofflichen Nutzung hat und nicht ausschließlich zur Verbrennung taugt."

Über die Öffnung des Marktes für Sperrmüll hinaus fordert die DUH von der Bundesregierung, sich des Themas anzunehmen und eine Sperrmüllverordnung mit Quoten zur Wiederverwendung und zum Recycling zu erlassen. So wird sichergestellt, dass die fünfstufige Abfallhierarchie in jedem Fall umgesetzt wird.

Kontakt:

Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer

0171 3649170, resch@duh.de

Thomas Fischer, Leiter Kreislaufwirtschaft

030 2400 867 43, 0151 18256692, fischer@duh.de

DUH-Pressestelle:

Andrea Kuper, Ann-Kathrin Marggraf

030 2400867-20, presse@duh.de

www.duh.de, www.twitter.com/umwelthilfe, www.facebook.com/umwelthilfe

Wenn Sie keine weiteren E-Mails von der Deutschen Umwelthilfe e. V.  erhalten
möchten, klicken  Sie bitte auf den nachfolgenden Link: www.duh.de/pm-stop.html.
Die Bearbeitung dieser Anfrage wird maximal zwei Arbeitstage dauern. Kontakt:
Deutsche Umwelthilfe e.V.  (DUH), Fritz-Reichle-Ring 4, 78315 Radolfzell, Tel.:
07732-9995-0 



Weitere Meldungen: Deutsche Umwelthilfe e.V.

Das könnte Sie auch interessieren: