DIB Deutsche Industrievereinigung Biotechnologie

Diskutiert wurde lange genug

    Frankfurt (ots) - Praktische Anbauerfahrungen statt Diskussionen fordert Dr. Dieter Wißler, Vorsitzender der Deutschen Industrievereinigung Biotechnologie (DIB, Frankfurt/Main) von Renate Künast, Bundesministerin für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft. Die Ministerin lädt namhafte Vertreter verschiedener Vereinigungen, Verbände und Gewerkschaften sowie die interessierte Öffentlichkeit am 12. Dezember zu einem "Diskurs zur Grünen Gentechnik" nach Berlin ein.

    Seit vielen Jahren beteiligen sich Unternehmen aktiv an der öffentlichen Gentechnik-Diskussion. Das wird auch weiterhin so bleiben. "Was wir brauchen, um in der Debatte weiterzukommen, sind praxisorientierte Fakten für eine neue Qualität der öffentlichen Diskussion zum Thema Grüne Gentechnik", so Wißler. Ziel sollte es sein, den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen durch einen transparenten Monitoringprozess, ein öffentliches Forschungsprogramm und einen Kommunikationsprozess zu begleiten.

    Der vorgeschlagene "Diskurs zur Grünen Gentechnik" knüpft nicht an die damalige Bundeskanzlerinitiative an. Nach Einschätzung von Wißler verabschiedet er sich vielmehr von dem ursprünglichen Ansatz. Den Diskurs als reines Diskussionsprojekt zu betreiben, bringt keinen Fortschritt. Nach Zehntausenden von Freilandversuchen über einen Zeitraum von mehr als 15 Jahren, nach sechs Jahren umfangreicher Anbauerfahrung mit positiven Ergebnissen auch in anderen Teilen der Welt sowie einer breiten öffentlichen Debatte können Chancen und Risiken der Pflanzenbiotechnologie nicht nur theoretisch diskutiert werden - neue Argumente gibt es nicht. Völlig unverständlich wirkt der Vorstoß der Bundesministerin auch vor dem Hintergrund, dass zeitgleich zur Diskursveranstaltung im Bundesforschungsministerium über konkrete Projekte zur modernen Lebensmittelerzeugung beraten wird. Die dort diskutierte "zweite Generation" gentechnisch veränderter Pflanzen hat das Potenzial, Getreide ohne Zöliakietoxizität herzustellen, pflanzliche Produkte mit Krebs vorbeugenden Carotinoiden anzureichern und Antioxidantien in pflanzlichen Ölen zu optimieren.

    Wißler: "Nur auf dem Wege eines praktischen Vergleichs kann es gelingen, die Innovationspotenziale der Bio- und Gentechnik systematisch weiterzuentwickeln". Nur die Ergebnisse eines praktischen Anbaus liefern zusätzlichen Erkenntnisgewinn. Alles andere heißt Blockade, Verhinderung einer wirklichen Wahlfreiheit des Verbrauchers und Verzicht auf die Pflanzenbiotechnologie als Schlüsseltechnologie für eine nachhaltige Landwirtschaft.

    Ein wesentliches Thema in dem Diskurs sollte die Frage des Innovationsklimas für den Bereich der Biotechnologie in Deutschland und der EU sein. Hierzu gehört die Wettbewerbsfähigkeit innerhalb der Europäischen Union und der EU in einer globalen Ökonomie. Wirtschaft und Verbraucher benötigen klare gesetzliche Rahmenbedingungen, die sowohl die verantwortungsvolle Anwendung der Pflanzenbiotechnologie als auch die Wahlfreiheit des Verbrauchers sicherstellen. Die Deutsche Industrievereinigung Biotechnologie vertritt die Interessen von Unternehmen, die mit biotechnologischen Methoden arbeiten. Zurzeit sind über 180 Firmen Mitglied der DIB. Darüber hinaus tragen zahlreiche Verbände die DIB - zu ihnen gehört der Industrieverband Agrar (IVA).


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