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Deutsche Rheuma-Liga: Geplante BGG-Reform ist ein Rückschritt für Inklusion und Teilhabe/ Selbsthilfeverband tritt für verlässliche Rechte, echte Teilhabe und eine inklusive Gesellschaft ein

Deutsche Rheuma-Liga: Geplante BGG-Reform ist ein Rückschritt für Inklusion und Teilhabe/ Selbsthilfeverband tritt für verlässliche Rechte, echte Teilhabe und eine inklusive Gesellschaft ein
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Die Deutsche Rheuma-Liga warnt eindringlich vor der geplanten Änderung des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG). Anstatt echte Fortschritte für Barrierefreiheit und Inklusion zu bringen, droht die Reform nach Angaben des Selbsthilfeverbands zentrale Rechte von Menschen mit Behinderungen spürbar zu schwächen.

„Die geplante Reform verspielt eine wirkliche Chance für mehr echte Inklusion. Notwendige Änderungen an Gebäuden sowie an Gütern und Dienstleistungen privater Anbieter sollen pauschal als unverhältnismäßige Belastung bewertet werden. Diese Formulierung läuft dem Konzept der ‚angemessenen Vorkehrungen‘, die die UN-Behindertenrechtskonvention vorsieht, zuwider und diskriminiert Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen. Dieser systematische Rückschritt darf keinesfalls Gesetz werden”, erklärt Gerlinde Bendzuck, Vizepräsidentin der Deutschen Rheuma-Liga Bundesverband. Besonders kritisch sei unter anderem die fehlende Beweislasterleichterung bei vermuteten Verstößen gegen Vorgaben zur Barrierefreiheit und die Beschränkung des Verbandsklagerechtes auf Feststellung gegenüber privaten Unternehmen. Ohne Ansprüche auf Beseitigung, Unterlassung und Schadenersatz bestünde für private Unternehmen ein viel zu geringer Anreiz, Barrieren gemäß den gesetzlichen Verpflichtungen zu beseitigen und in Barrierefreiheit zu investieren.

BGG-Reform: Rheuma-Liga fordert Kurskorrektur

Auch der private Sektor müsse ebenso wie der Öffentliche vollständig in das BGG einbezogen werden, damit bauliche sowie kommunikative Barrieren überall abgebaut werden fordert die Rheuma-Liga. Nur so könne das Recht auf gleichberechtigte Teilhabe verwirklicht werden, zu dem sich Regierung und Parlament im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention klar bekannt haben. „Menschen mit Behinderungen brauchen nicht nur kurzfristige Hilfen, sondern dauerhafte, verlässliche Barrierefreiheit im Alltag“, erläutert Gerlinde Bendzuck. Die Deutsche Rheuma-Liga steht als starke Stimme für rund 17 Millionen Betroffene in Deutschland und kämpft entschieden gegen jede Verwässerung von Gleichstellungsrechten. Mit Blick auf die Verhandlungen im Bundestag appelliert Bendzuck: „Barrieren müssen konsequent beseitigt werden. Wir stehen ein für verlässliche Rechte, echte Teilhabe und eine inklusive Gesellschaft“.

Über die Deutsche Rheuma-Liga 

Die Deutsche Rheuma-Liga ist mit rund 250.000 Mitgliedern die größte deutsche Selbsthilfeorganisation im Gesundheitswesen. Seit über 50 Jahren berät sie Betroffene unabhängig, bietet praktische Hilfen und setzt sich für die Interessen rheumakranker Menschen in Gesundheits- und Sozialpolitik ein.

Weitere Informationen:

Alle Stellungnahmen der Rheuma-Liga gibt es unter www.rheuma-liga.de/stellungnahmen.

Annette Schiffer
Leiterin Öffentlichkeitsarbeit 
Deutsche Rheuma-Liga Bundesverband e. V. 
Welschnonnenstraße 7
53111 Bonn
Telefon: 0228 766 06-0
E-Mail:  Schiffer@rheuma-liga.de
Internet:  www.rheuma-liga.de
Linked in: www.linkedin.com/company/deutscherheumaliga