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Forschungsprojekt AKTIV - auf dem Weg zum vernetzten Verkehr

Karlsruhe/Mendig (ots) - Intelligentes Verkehrsmanagement bedeutet: optimale Auslastung des Straßennetzes, Verbesserung des Verkehrsflusses sowie weniger Staus und Unfälle. Wie sich diese Vision in die Tat umsetzen lässt, zeigt das von der PTV AG geleitete Teilprojekt "Verkehrsmanagement" der Forschungsinitiative AKTIV. Die Ergebnisse werden am 23. Juni auf der Abschlussveranstaltung in Mendig der Öffentlichkeit präsentiert.

"Wir entwickeln ein Netzwerk, in dem Verkehrsmanagement-Systeme eng mit Informations- und Assistenzfunktionen im Fahrzeug sowie mit Infrastruktureinrichtungen zusammenarbeiten", erklärt Projektleiter Dr. Michael Ortgiese, PTV. Beim Verkehrsmanagement von morgen können Fahrzeuge und Schilderbrücken miteinander "sprechen". Neue Technologien werden zukünftig Verkehrs- und Informationszentralen, straßenseitige Infrastruktureinrichtungen und intelligente Fahrzeuge miteinander verbinden. Die PTV erforscht dies in der Forschungsinitiative AKTIV - gemeinsam mit zahlreichen Partnern. "Wir wollen die Stau-Wahrscheinlichkeit um 15 Prozent reduzieren und die Kapazitäten auf unseren Straßen um zehn Prozent erhöhen", erläutert Ortgiese. Für AKTIV liefert PTV Technologien für die Sammlung und Aufbereitung von Verkehrsinformationen, für die optimierte Nutzung des Straßennetzes sowie für die Bereitstellung von Daten an die dynamische Navigation bei kooperativen Fahrzeug-Infrastruktur-Systemen.

"Völlig neu ist der Ansatz, dass beim Verkehrsmanagement der Informationskreislauf um die Komponente Infrastruktur, wie Schilderbrücken, Ampeln oder Baustelleneinrichtungen, mit einbezogen wird", verdeutlicht Ortgiese. Kommunikationsboxen am Straßenrand oder in Schilderbrücken (Road Side Units, kurz RSUs) sammeln Daten von passierenden Fahrzeugen. Verkehrsinformationen lassen sich zukünftig so direkt ins Fahrzeug übertragen und von Fahrerassistenzsystemen weiter verarbeiten.

Eine Anwendung ist die adaptive Navigation. Das Navigationssystem verwertet klassische Daten von Verkehrszentralen und Verkehrsdiensten. Zudem erhält es Informationen zu Fahrzeugaufkommen und Reisegeschwindigkeiten anderer Verkehrsteilnehmer und kann strategische Routenempfehlungen berücksichtigen. In der virtuellen Verkehrsbeeinflussungsanlage bereitet eine Verkehrszentrale die im Netzwerk erzeugten Fahrzeugdaten und Daten von stationären Einrichtungen (z. B. Induktionsschleifen, Sensorsysteme) zu Verkehrsmanagementstrategien auf. Die Anweisungen werden dann über Schilderbrücken und RSUs sowie über eine zentrale Dienste-Plattform an die Fahrzeuge übermittelt.

Alle zur Verfügung stehenden Informationen wurden in der von PTV konzipierten zentralen Datendrehscheibe zusammengeführt. Es wird ein kooperatives System mit folgenden Elementen entwickelt: Der Netzoptimierer wählt unter Berücksichtigung der aktuellen Verkehrslage eine geeignete Verkehrsmanagement-Strategie aus, die besagt, wie sich die Fahrzeuge optimal durch das Netz bewegen können. Nach der Verteilung der Daten und Informationen durch die Informationsplattform zeigt die Adaptive Navigation die günstigste Route durch das Netz. Auf der Stecke stabilisiert die virtuelle Verkehrsbeeinflussungsanlage den Verkehrsfluss. Der Baustellenloste leitet den Fahrer gefahrlos durch Baustellen. Und sollte es auf der Autobahn einmal nicht weiter gehen, optimieren intelligente Ampeln den Verkehrsfluss auf den Umleitungsstrecken.

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