Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft

Licht und Schatten: Private internationale Hochschulen in Deutschland

    Essen (ots) -
    
    Expertenkommission des Stifterverbands kommt zu einer
    differenzierten Bewertung von 16 privaten internationalen
    Hochschulen
    
    Maßstab war der "Mehrwert" der privaten gegenüber den öffentlichen
    Hochschulen
    
    Stifterverband appelliert an die Politik, auch den staatlichen
    Hochschulen mehr Freiraum zu gewähren
    
    Die privaten Hochschulen und Hochschuleinrichtungen in Deutschland
stellen eine Bereicherung des deutschen Hochschulsystems dar. Sie
haben bei der Studierendenauswahl, der Profilierung, der Entwicklung
und Einrichtung von Studiengängen und der Gebührenerhebung
Freiheiten, die den öffentlichen Hochschulen bislang versagt bleiben.
Doch nicht jede private Hochschule nutzt diese Autonomie für
Innovationen und Qualitätsverbesserung. Zu diesem Ergebnis kommt eine
hochrangig besetzte Expertenkommission nach einer Anhörung,
Überprüfung und Begutachtung der 16 wichtigsten dieser Einrichtungen.
Die Hochschulen haben sich auf Einladung des Stifterverbandes
aufgrund eines detaillierten Kriterienkatalogs präsentiert und danach
den teilweise bohrenden Fragen der Jury gestellt.
    
    "Der Ertrag des Symposiums ist höher als wir erwarten durften,"
resümierte Prof. Dr. Manfred Erhardt, Generalsekretär des
Stifterverbandes, zum Abschluss der zweitägigen Veranstaltung Mitte
Dezember 2001 im Wissenschaftszentrum Bonn. Die Anhörung war vom
Stifterverband organisiert worden, "weil es im deutschen
Hochschulsystem an Angebotstransparenz, vergleichender Evaluierung
und Leistungswettbewerb fehlt", sagte Erhardt. Die Befragung durch
die Jury und ihre abschließende Bewertung in den Kategorien "Profil",
"Qualitätssicherung", "Kooperationen" und "Finanzen" erlauben einen
differenzierten Einblick in die privaten internationalen Hochschulen
und Hochschuleinrichtungen in Deutschland und weisen auf
Verbesserungspotentiale an staatlichen Hochschulen.
    
    "Ziel unserer Bewertungen war nicht etwa eine institutionelle
Evaluation, sondern eine kritische Beurteilung der
Selbstdarstellungen und selbstgestellten Ansprüche der privaten
Hochschulen", sagte der Vorsitzende des Expertengremiums, Prof. Dr.
Hans Weiler. "Wir wollten wissen, ob sie wirklich neue Impulse in die
Hochschullandschaft einbringen. Das wird zur entscheidenden
Existenzfrage für die privaten Hochschulen - erst recht, falls die
Politik auch an den staatlichen Hochschulen einen echten Wettbewerb
zulässt und ihnen erlaubt, die Studierenden selbst auszuwählen und
Studiengebühren zu erheben."
    
    Ausführlichere Begründungen des Expertengremiums zu den bewerteten
Hochschulen können im Internet unter www.stifterverband.de abgerufen
werden.
    
    
ots Originaltext: Stifterverband für die Deutsche Wirtschaft
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de


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Dr. Angela Lindner
Tel. 0201/8401-158
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