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Empfehlungen für mehr Biodiversität in der Lebensmittelbranche veröffentlicht

Empfehlungen für wirkungsvolle Kriterien zum Schutz der Biodiversität

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Empfehlungen für Kriterien zum Schutz der Biodiversität

Die Partner der europäischen Initiative LIFE Food & Biodiversity haben ihre Empfehlungen für wirkungsvolle Kriterien zum Schutz der Biodiversität in der Lebensmittelbranche veröffentlicht. Sie fordern Verantwortliche von Lebensmittelstandards und Beschaffungsrichtlinien auf, ihre Kriterien zu überarbeiten, um einen Beitrag zu leisten, den dramatischen Verlust der Biologischen Vielfalt zu stoppen. Die Empfehlungen werden am 15. Februar auf der BIOFACH 2018 vorgestellt.

Bonn, 31.01.2018: Der Global Nature Fund und die Bodensee-Stiftung haben mit Partnern aus Frankreich, Spanien und Portugal umfangreiche "Empfehlungen für wirkungsvolle Kriterien zum Schutz der Biodiversität in Standards für die Lebensmittelbranche und Beschaffungsrichtlinien von Lebensmittelunternehmen" veröffentlicht. Standardorganisationen und Unternehmen können ihre Kriterien anhand der Empfehlungen überarbeiten und ergänzen, um den negativen Einfluss der Landwirtschaft auf die Ökosysteme, die Artenvielfalt und die Agro-Biodiversität zu reduzieren. Auf der BIOFACH 2018 in Nürnberg präsentieren die Bodensee-Stiftung und der Global Nature Fund am 15. Februar die Empfehlungen zum ersten Mal einem Fachpublikum.

"Wir verzeichnen in den letzten Jahren einen dramatischen Verlust der Artenvielfalt, mit der die Landwirtschaft ihre eigene Ertragssicherheit gefährdet." sagt Marion Hammerl, Geschäftsführerin der Bodensee-Stiftung. "Mit unseren Empfehlungen zeigen wir die gesamte Bandbreite an Handlungsmöglichkeiten zum Schutz der Biologischen Vielfalt auf dem landwirtschaftlichen Betrieb." Die Empfehlungen beziehen sich einerseits auf die Schaffung, den Schutz und die Aufwertung von Habitaten zur Förderung von Biologischer Vielfalt und andererseits auf die Vermeidung negativer Auswirkungen auf Biodiversität in der landwirtschaftlichen Praxis. Unter anderem empfehlen die Autoren die Einforderung eines Biodiversity Action Plan für den landwirtschaftlichen Betrieb, mit dem die Ausgangslage erfasst und die Maßnahmen verfolgt werden. Damit ließe sich eine kontinuierliche Verbesserung des Betriebs in puncto Biodiversität belegen.

Gemeinsam für mehr Biodiversität in der Lebensmittelbranche

Standards wie UTZ, Fairtrade Deutschland, UEBT und Gesicherte Qualität Baden-Württemberg sowie Unternehmen wie Nestlé, Kaufland und Albgold haben bei der Entwicklung der Empfehlungen mitgewirkt. "Dieses Projekt zeigt, wie wichtig die Zusammenarbeit der Standardorganisationen, Lebensmittelunternehmen sowie Erzeuger ist," sagt Hammerl, "nur gemeinsam können wir die Herausforderung, den Verlust der Biodiversität zu stoppen, meistern."

Grundlage der Empfehlungen ist der 2017 veröffentlichte Baseline Report. Die sieben Projektpartner analysierten 54 Lebensmittelstandards und Beschaffungsrichtlinien von Unternehmen auf ihre Relevanz für den Biodiversitätsschutz. In Ergänzung zu den Empfehlungen erscheint ein Easy Guide. Dieser bietet Führungskräften in der Qualitätssicherung und im Einkauf von Lebensmittelunternehmen einen Einstieg, wirkungsvolle Kriterien zum Schutz der Biodiversität zu erkennen und zu erarbeiten.

- Die Empfehlungen stehen auf Deutsch      und Englisch      zum Download 
  bereit.
- Der Easy Guide kann auf Deutsch      und Englisch      heruntergeladen werden. 

Die Präsentation der Empfehlungen auf der BIOFACH 2018 in Nürnberg, der Weltleitmesse für Bio-Lebensmittel, findet am 15. Februar um 11 Uhr im Raum München 1 statt.

Hintergrund

Die europäische Initiative "Biodiversität in den Standards und Labels für die Lebensmittelbranche" wird vom Global Nature Fund, der Bodensee-Stiftung, der Agentur AUF! (Deutschland), der Fundación Global Nature (Spanien), Solagro und agoodforgood (Frankreich) und dem Instituto Superior Técnico (Portugal) getragen. Die Initiative wird gefördert vom EU LIFE Programm sowie von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) und ist als Kerninitiative des UN Sustainable Food Systems Programms anerkannt.

Sie richtet sich an Standardorganisationen sowie Unternehmen mit eigenen Anforderungen an Erzeuger und Lieferanten. Das Ziel ist, den Schutz der Biodiversität zu verbessern.

Weitere Informationen unter: www.food-biodiversity.eu

Die Standards UTZ, Fairtrade Deutschland, UEBT und Gesicherte Qualität Baden-Württemberg sowie die Unternehmen Nestlé, Kaufland und Albgold gehören zu den Partnerorganisationen, die das Projekt inhaltlich und finanziell unterstützen.

Kontakte:

Bodensee-Stiftung
Marion Hammerl, Geschäftsführerin
Fritz-Reichle-Ring 4
78315 Radolfzell, Deutschland
Tel.: +49 7732 999545
E-Mail: Marion.hammerl@bodensee-stiftung.org
Website: www.bodensee-stiftung.org

Global Nature Fund (GNF) 
Tobias Ludes, Projektmanager
Kaiser-Friedrich-Str. 11
53113 Bonn, Deutschland
Tel.: +49 228 184869415
E-Mail: ludes@globalnature.org
Website: www.globalnature.org ; www.food-biodiversity.eu  


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