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35 Jahre Aigner Immobilien: Warum Erfahrung allein in Münchens verändertem Immobilienmarkt nicht mehr reicht

35 Jahre Aigner Immobilien: Warum Erfahrung allein in Münchens verändertem Immobilienmarkt nicht mehr reicht
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München (ots)

Der Münchner Immobilienmarkt hat sich grundlegend verändert. Zinswende, anspruchsvollere Finanzierungen, Digitalisierung und unterschiedliche Entwicklungen einzelner Marktsegmente stellen Eigentümer, Käufer und Immobilienunternehmen vor neue Herausforderungen.

Für Aigner Immobilien fällt diese Entwicklung in ein besonderes Jahr: Das inhabergeführte Unternehmen feiert sein 35-jähriges Bestehen, die Investmentabteilung wird 15 Jahre alt. Gründer und Geschäftsführer Thomas Aigner sowie Geschäftsführerin und Leiterin der Investmentabteilung Jenny Steinbeiß blicken aber nicht nur zurück. Ihre Erfahrungen zeigen, warum Ausbildung, Spezialisierung, Digitalisierung und persönliche Beratung für Immobilienmakler in München zunehmend entscheidend werden.

Vom Maklergeschäft zum anspruchsvollen Wissensberuf

Als Thomas Aigner sein Unternehmen gründete, war die Immobilienbranche deutlich weniger reguliert. Qualitätsstandards waren kaum etabliert und viele Tätigkeiten, die heute selbstverständlich professionell organisiert werden, befanden sich noch am Anfang. Bereits 1993 wurde Aigner Immobilien als Ausbildungsbetrieb der IHK anerkannt.

"Der Maklerberuf ist im Grunde anspruchsvoll, komplex und wissensintensiv", sagt Thomas Aigner. Gerade in seinen Anfangsjahren habe es kaum Qualitätskontrollen und zahlreiche Marktteilnehmer gegeben, denen es vor allem um das schnelle Geschäft gegangen sei. Mit einer fundierten Immobilienmakler-Ausbildung wollte er einen anderen Weg einschlagen.

Heute zeigt sich diese Entwicklung besonders deutlich. Immobilienmakler müssen nicht nur Objekte vermitteln. Marktkenntnisse, Bewertung, Finanzierung, regulatorische Anforderungen, Zielgruppenverständnis und Verhandlungskompetenz greifen ineinander. Je komplexer der Markt wird, desto stärker verschiebt sich die Tätigkeit vom reinen Vermittler hin zum Berater.

Digitalisierung begann bei Aigner Immobilien lange vor den Immobilienportalen

Technologischer Wandel gehört seit Jahrzehnten zur Branche. Aigner Immobilien setzte bereits früh auf digitale Prozesse. Im damaligen Ladenbüro in der Münchner Zenettistraße führte das Unternehmen ein EDV-Netzwerk und Software zur Marktbeobachtung ein. Dadurch ließen sich Kunden- und Objektdaten systematisch erfassen.

1996 folgte eine eigene Website, nach Angaben Aigners als eines der ersten Immobilienunternehmen Deutschlands. Ein Jahr später führte das Unternehmen Digitalfotografie ein. Ab 1999 ermöglichte eine Organisationssoftware den automatisierten Abgleich von Suchprofilen und Objektdaten. Interessenten konnten dadurch gezielter passende Immobilien angeboten werden.

Die Entwicklung verdeutlicht, dass Digitalisierung im Immobiliengeschäft nicht erst mit heutigen Plattformen oder künstlicher Intelligenz begonnen hat. Technologie beschleunigt Prozesse und schafft bessere Datengrundlagen. Die entscheidende Frage bleibt jedoch, wie diese Informationen interpretiert und für Kunden nutzbar gemacht werden.

Warum Ausbildung und Mitarbeiterbindung wichtiger werden

Eine weitere Konstante bei Aigner Immobilien ist die Entwicklung eigener Fachkräfte. Jenny Steinbeiß begann 2008 als Auszubildende im Unternehmen. Heute ist sie Geschäftsführerin und leitet die Investmentabteilung. Auch andere ehemalige Auszubildende sind in Führungspositionen aufgestiegen oder gehören zu den erfolgreichen Maklern des Unternehmens. Mehrere Mitarbeiter sind seit zehn, 15 oder 20 Jahren dabei, eine Kollegin aus dem Backoffice sogar seit mehr als drei Jahrzehnten.

"Schon früh bekommen Azubis bei uns Verantwortung", erklärt Jenny Steinbeiß. "Dadurch lernen sie die internen Abläufe umfassend kennen und entwickelten gleichzeitig eine stärkere Bindung an Kollegen und Unternehmen."

Gerade angesichts des Wettbewerbs um qualifizierte Mitarbeiter, gewinnen solche Karrierewege an Bedeutung. Immobilien Jobs und insbesondere Immobilienmakler Jobs verlangen heute zunehmend Fachwissen und kontinuierliche Weiterbildung. Karriere bei Aigner Immobilien soll deshalb nicht ausschließlich über externe Rekrutierung funktionieren, sondern auch über interne Entwicklung.

Professionelle Beratung braucht Zeit

Fachwissen allein reicht nach Ansicht der beiden Geschäftsführer allerdings nicht aus. Entscheidend sei auch die Organisation hinter den Maklern. Bei Aigner Immobilien unterstützen spezialisierte Assistenzkräfte, eine eigene Marketingabteilung sowie ein breit aufgestelltes Backoffice. Zum Immobilienmarketing gehören unter anderem Grafiker, Fotografen, Texter, Videografen und Social-Media-Spezialisten. Die Makler selbst sind sozialversicherungspflichtig angestellt.

Der Ansatz soll dafür sorgen, dass sich Makler stärker auf ihre eigentliche Aufgabe konzentrieren können.

"Unsere Kunden ideal zu beraten und zu begleiten ist wesentlich. Dafür braucht es neben dem Fachwissen auch Zeit", sagt Thomas Aigner.

Gerade bei komplexen Immobilienentscheidungen erweist sich dieser Faktor häufig als Zünglein an der Waage. Verkäufer müssen Preise realistisch einschätzen, Käufer Finanzierungsbedingungen berücksichtigen und Investoren Chancen verschiedener Assetklassen miteinander vergleichen.

Warum der Investmentmarkt besondere Spezialisierung verlangt

Besonders sichtbar wird die zunehmende Komplexität im Investmentgeschäft. Aigner Immobilien gründete 2011 den Unternehmensbereich "Investment Gewerbe & Wohnen". Das Spektrum reicht von Büroimmobilien über Wohn- und Geschäftshäuser bis zu Wohnanlagen.

"Man braucht Erfahrung und ein Verständnis dafür, wie die einzelnen Märkte funktionieren, gerade auch in Zeiten des Wandels", erklärt Jenny Steinbeiß. Büroimmobilien müssten anders betrachtet werden als Mehrfamilienhäuser. Unterschiede gebe es nicht nur bei den Objekten selbst, sondern ebenso bei den jeweiligen Zielgruppen. Neben Fachwissen und Vernetzung sei deshalb Kommunikationsstärke erforderlich.

Für das Investmentgeschäft baute das Unternehmen nach eigenen Angaben früh eine internationale Kundendatenbank mit Kontakten zu Investoren, Family Offices und Projektentwicklern auf. Daraus entstanden teilweise Geschäftsbeziehungen, die ursprünglich mit privaten Immobilientransaktionen begonnen hatten.

Trotz Digitalisierung bleibt Immobiliengeschäft Vertrauenssache

Genau hier liegt für Thomas Aigner eine Konstante, die auch durch neue Technologien nicht verschwindet.

"Unser Geschäft ist im Grunde ein people business. Das gilt in jedem Bereich und bei jedem einzelnen Verkauf", sagt der Unternehmensgründer.

Wie wichtig Vertrauen sein kann, zeigt eine Erfahrung von Jenny Steinbeiß. Ein zunächst unscheinbarer Brief von Eigentümern führte zum größten Verkauf in der Unternehmensgeschichte. Die Transaktion dauerte fast zwölf Monate und wurde durch die schwierige private Situation der Verkäufer zusätzlich anspruchsvoll. Jenny Steinbeiß erinnert sich vor allem an die enge Zusammenarbeit und das gegenseitige Vertrauen, das während dieser Zeit entstand. Die Erfahrung habe ihr gezeigt, wie wichtig langfristige Beziehungen und persönliches Engagement im Immobiliengeschäft seien.

35 Jahre Erfahrung und die Frage nach dem Makler von morgen

Das Doppeljubiläum von Aigner Immobilien ist damit auch ein Beispiel für den Wandel eines gesamten Berufsbildes. Der Immobilienmakler von morgen wird digitaler arbeiten und mehr Daten zur Verfügung haben. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Fachwissen, Spezialisierung und Beratung.

Technologie kann Prozesse automatisieren und Immobilienmarketing effizienter machen. Sie ersetzt jedoch weder Marktkenntnis noch Erfahrung und persönliche Kommunikation. Gerade bei Immobilien, bei denen erhebliche Vermögenswerte und häufig persönliche Lebensentscheidungen zusammenkommen, bleibt Vertrauen ein entscheidender Faktor.

Nach 35 Jahren Unternehmensgeschichte lautet die zentrale Erkenntnis deshalb: Erfolgreiche Immobilienvermittlung entsteht nicht allein aus Erfahrung. Entscheidend ist die Fähigkeit, Erfahrung immer wieder mit neuen Technologien, qualifizierten Mitarbeitern und veränderten Marktbedingungen zu verbinden.

Pressekontakt:

Aigner Immobilien GmbH
Dr. Berit Dirscherl
Gmunder Straße 53
81379 München
Telefon: 089 17 87 87 0
E Mail: presse@aigner-immobilien.de
www.aigner-immobilien.de

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