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Medieninformation: Unternehmerisches Denken lehren und junge Menschen damit fit für die (berufliche) Zukunft machen

Schlüsselkompetenzen dank Gründer*innengeist:

Unternehmerisches Denken lehren und junge Menschen damit fit für die (berufliche) Zukunft machen

Hannover, 25. Juni 2026 - Entrepreneurship Education Kongress in Hannover betont Chancen und Fähigkeiten, die Gründungswissen für Schüler*innen mit sich bringt. Systematische Verankerung unternehmerischer Bildung im deutschen Schulsystem gefordert.

Ideen entwickeln, Probleme (auch mal unkonventionell) lösen und die Verantwortung für die Umsetzung eigener Ideen übernehmen – Kompetenzen, die junge Menschen für die Berufe der Zukunft dringend benötigen, vor allem, weil KI nicht nur die Schule und das Lernen, sondern auch das Arbeitsleben massiv verändert. Entrepreneurship Education befähigt Schüler*innen genau dafür und vermittelt viel mehr als reines Gründungswissen. Das hat der bundesweite Entrepreneurship Education Kongress 2026 von Niedersachsen.next und Gründung in school im Rahmen der IdeenExpo eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

Rund 80 Bildungsakteur*innen, darunter viele Lehrkräfte aus verschiedenen Bundesländern, konnten sich ein Bild davon machen, wie unternehmerisches Denken und neue Lernformate in den Schulen junge Menschen – ganz unabhängig von ihrem späteren Berufsweg - für Wissen begeistern und zu mehr Selbstständigkeit und Selbstwirksamkeit inspirieren können. Fazit: Wer in einer Welt, die immer schneller, technischer und unsicherer wird, erfolgreich sein will, muss selbstbestimmt, kritisch, resilient und kreativ sein. Gleichzeitig wurde klar, wie groß die Herausforderung dieses Kulturwandels und wie lang der Weg der Transformation in den Schulen ist. Es brauche häufig Mut zur Interpretation des Lehrplans, waren sich die Teilnehmenden einig.

Dass es mit langem Atem möglich ist, Dinge zu verändern, machte Mirjam Gerull, Leiterin der KGS Pattensen deutlich. Unternehmertum könne nicht mit Arbeitsblättern vermittelt werden und Lehrkräfte seien dafür schlechte Influencer, betonte sie. Darum seien neue Formate nötig, die ihre Kolleg*innen mittlerweile über einen Zeitraum von zehn Jahren entwickelt hätten. Oberstufenschüler*innen hätten beispielsweise einen New-Work-Trakt selbst gestaltet und über Aufgabenstellungen außerhalb der Schule gelernt, über sich hinauszuwachsen. Entrepreneurship Education müsse von der Schulleitungsebene vorgelebt werden, die Voraussetzungen, die das niedersächsische Kultusministerium dafür schaffe, seien sehr gut.

Nach der wichtigsten Fähigkeit gefragt, die jungen Menschen mitgegeben werden solle, nannte die Schulleiterin das Durchhaltevermögen, also nicht gleich aufzugeben, wenn etwas nicht laufe. Andere Teilnehmende ergänzten den Mut zur Unvollkommenheit, eigenen Geschmack und Originalität, um den Unterschied zu machen und etwas zu kreieren, sowie Wertschätzung, Team- und Führungsfähigkeit. Alles Kompetenzen, die mithilfe von Entrepreneurship Education in den Schulen vermittelt werden könnten. Umso wichtiger sei es, für Niedersachsen eine Strategie auf den Weg zu bringen, die die unternehmerische Bildung fest im Unterricht verankere, betonte Samir Roshandel, Themenmanager Entrepreneurship Education bei der Wirtschaft- und Innovationsagentur des Landes, Niedersachsen.next. Silke Feser, Abteilungsleiterin Schulübergreifende Angelegenheiten im Niedersächsischen Kultusministerium, kündigte an, das Thema für alle Schulformen zu denken, die Lehrkräftefortbildung in diesem Bereich zu stärken und Praxisformate, wie Kooperationen mit Startups, weiter auszubauen.

Ein Best-Practice-Beispiel aus Österreich platzierte Professor Johannes Lindner, einer der führenden europäischen Experten für Entrepreneurship Education, in seinem Impulsvortrag. Dort gebe es eine regelrechte Entrepreneurship Journey von der Grundschule an, die das Gründerwissen und die einhergehenden Fähigkeiten über einen langen Zeitraum festige. Zum richtigen Umgang mit KI appellierte er: „KI erhöht die Fähigkeit zu handeln und ermöglicht massive Vereinfachungen, Entrepreneurship Education stärkt die Fähigkeit sinnvoll und verantwortungsvoll zu entscheiden, wie gehandelt werden soll.“

In weiteren Keynotes, Diskussionen und Workshops gab es Impulse und klare Handlungsempfehlungen für den Umgang mit KI und die Sensibilisierung der jungen Menschen für ihre eigene Rolle in der künftigen Berufswelt, um den Wert von Zuversicht, Widerstandskraft und Achtsamkeit sowie um sozialunternehmerische Ideen für die Bewältigung gesellschaftlicher Probleme.

Hintergrund:

Über Niedersachsen.next

Als Wirtschafts- und Innovationsagentur des Landes vernetzt Niedersachsen.next gezielt Wirtschaft, Wissenschaft und Politik für bestmöglichen Wissens- und Technologietransfer sowie die Digitalisierung der Wirtschaft. Niedersachsen.next ist Impulsgeber für Projekte, zeigt Trends auf, macht Technologien und Innovationen bekannt und ist ein wichtiger Partner, sowohl für Startups als auch für etablierte Unternehmen und Forschungseinrichtungen. Mit der Begutachtung von Förderanträgen aus Wirtschaft und Wissenschaft sowie der strategisch ausgerichteten Evaluation der Innovationsrichtlinien des Landes unterstützt Niedersachsen.next die Landesregierung.

.next-Kompetenzen: Digitalisierung, Startups, Mobilität, Energie, Life Sciences, Food und Agrar, Generationengerechter Alltag, Innovationen und Fachkräftegewinnung

Über Gründung in school

Gründung in school ist ein bundesweites Netzwerk, das Entrepreneurship Education in Deutschland stärkt und Stakeholder aus Bildung, Politik und Wirtschaft zusammenbringt. Es arbeitet im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie und verfolgt das Ziel, unternehmerisches Denken frühzeitig im Bildungssystem zu verankern und nachhaltig zu fördern.

Niedersachsen.next GmbH
Schiffgraben 22-28
30175 Hannover
Telefon: 0511 76 07 26-0
Email:  next-info@nds.de
 www.niedersachsen-next.de
Kontakt:
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Alexandra Kruse
Tel. 0511 760726-82
Mobil: 0172 4242855
Geschäftsführer: Uwe Ilgenfritz-Donné (Sprecher) I Christian Kotschy
Vorsitzender des Aufsichtsrates: Björn Ungruhe (Niedersächsische Staatskanzlei)
Amtsgericht Hannover | HRB 60760 | USt-ID-Nr.: DE225080579
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Dokument:  PI_Entrepreneurship ~Kongress_final.docx
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