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02.12.2003 – 15:22

Infineon Technologies AG

Infineon bringt Chip-Etiketten auf Vordermann
25mal schneller als heutige Produkte

München (ots)

Mit neuartiger RFID-Technologie will der deutsche
Halbleiter-Hersteller Infineon Technologies elektronische Etiketten
für industrielle und Logistikanwendungen revolutionieren. Die jetzt
vorgestellten Chips können per Funk blitzschnell gelesen und
beschrieben werden. Sie eignen sich für die berührungslose
elektronische Identifizierung von schnell bewegten Objekten.
Anwendungen für die Gepäckabfertigung am Flughafen, in der Logistik
der Textilindustrie, im Warenhandel und -versand, bei der
Fließbandproduktion sowie bei Kurier- und Postdiensten stehen im
Fokus. Die Chips hat Infineon zusammen mit dem australischen
Unternehmen Magellan Technology auf Basis von Magellans
PJM-Technologie entwickelt. Infineon will in Zukunft entsprechend
seiner Agenda 5-to-1 nicht nur die Chips produzieren, sondern ganze
elektronische Identifikationssysteme einschließlich der Infrastruktur
und Software für die Industrie entwickeln und projektieren.
Die Chips bieten etwa die 25-fache Lese- und
Schreibgeschwindigkeit gegenüber bisherigen RFID- (Radio Frequency
Identification) Technologien, die auf der in Europa zugelassenen
Funkfrequenz von 13,56 Megahertz arbeiten. Die für den
Logistikeinsatz optimierte Technik ist in der Lage, in weniger als
einer Sekunde bis zu 500 elektronische Labels sicher zu erkennen, zu
lesen und zu beschreiben. Selbst mit Geschwindigkeiten der
Transportbänder von ca. 15 Kilometern pro Stunde (4 Meter pro
Sekunde) kommen die neuen Chips zurecht. Bei bisheriger RFID-Technik
liegt die Erkennungsleistung bei 30 elektronischen Labels in der
Sekunde oder bei einer Geschwindigkeit von einem halben Meter pro
Sekunde.
Die neuen RFID-Chips arbeiten mit der PJM- (Phase Jitter
Modulation) Technologie, um die Funksignale der
Identifikationsetiketten auszuwerten. Ständiges Umschalten zwischen
acht verschiedenen Funkkanälen erhöht die Lesegeschwindigkeiten und
sorgt für sichere Identifikation auch bei Massendurchsatz.
Die berührungslose Identifikation gilt als Schlüsseltechnik zur
Optimierung von industriellen Prozessen in Fertigung und Logistik.
Einzelne Werkstücke in einem Produktions- oder Vertriebsprozess
werden dazu mit RFID-Chips wie mit einem Etikett versehen. Darauf
sind alle wichtigen Informationen gespeichert. Nach Aktivierung durch
ein Lesegerät werden sie berührungslos per Funk gelesen, um weitere
Produktionsschritte zu steuern, aber auch um Herkunft,
Bearbeitungsstatus von Einzelteilen und Produkten oder zum Beispiel
eine Verpackungseinheit auf Vollständigkeit zu prüfen.
Die elektronische Identifikation spielt eine erhebliche
wirtschaftliche Rolle angesichts des zunehmenden Trends in der
Industrie, möglichst individualisierte Produkte herzustellen und
dabei Kapitalkosten durch rationelle Lagerhaltung und intelligente
Logistik einzusparen. Industrielle Anwendungen in Logistik und
Produktion gelten daher als stärkster Wachstumssektor im Markt der
RIFD-Chips. Bereits 2007 sollen sie nach Angaben der Marktforscher
von Allied Biz Intelligence mit einem weltweiten Umsatz von 1,1
Milliarden Euro mehr als 50 Prozent des gesamten RFID-Transponder-
Marktes ausmachen.
Bisher mussten elektronische Etiketten zum Auslesen möglichst
einzeln wenige Zehntelsekunden vor ein Lesegerät gehalten werden,
ähnlich wie bei Konsumgütern die Etiketten vor einen Barcode-
Scanner. Dies stört in industriellen Umgebungen den Ablauf. Die PJM-
Chips sind ab Anfang 2004 in großen Stückzahlen lieferbar. Es gibt
sie in zwei Versionen, die beide zuverlässige Identifikation in
verschiedenen Situationen ermöglichen: als "PJM ItemTag(R)" für
schnell vorbeilaufende, von einander getrennte Teile etwa bei
Fließbändern oder Paketsortieranlagen, sowie als "PJM StackTag(R)",
mit denen Hunderte Etiketten gleichzeitig identifiziert werden
können. Die Signale werden im Lesegerät auch dann verarbeitet, wenn
die Labels ungeordnet sind oder dicht an dicht lagern. Das galt
bisher aus physikalischen Gründen als unmöglich.
Bei der Konzeption, Projektierung und Einführung von PJM-
Technologie in Logistikanwendungen arbeitet Infineon eng mit Magellan
zusammen.
Weitere technische Informationen zu Infineons RFID-Chips unter
www.infineon.com/ident
Technische Information zur PJM-Technologie von Magellan Technology
   unter www.magtech.com.au
Über Infineon
Infineon Technologies AG, München, bietet Halbleiter- und
Systemlösungen für die Automobil- und Industrieelektronik, für
Anwendungen in der drahtgebundenen Kommunikation, sichere Mobilfunk-
Lösungen sowie Speicherbauelemente. Infineon ist weltweit tätig und
steuert seine Aktivitäten in den USA aus San Jose, Kalifornien, im
asiatisch-pazifischen Raum aus Singapur und in Japan aus Tokio. Mit
weltweit rund 32.300 Mitarbeitern erzielte Infineon im Geschäftsjahr
2003 (Ende September) einen Umsatz von 6,15 Milliarden Euro. Das
DAX-Unternehmen ist in Frankfurt und New York (NYSE) unter dem Symbol
"IFX" gelistet. Weitere Informationen unter www.infineon.com.
Diese Presseinformation und Pressephotos stehen unter
www.infineon.com/press_deutsch/ zur Verfügung.
Filmmaterial ist unter www.thenewsmarket.com als Download
   verfügbar.

Pressekontakt:

Infineon Technologies AG

Technology & Innovation Communications:
Monika Sonntag
Tel.: ++49 89 234-24497, Fax: -28482
monika.sonntag@infineon.com

Investor Relations:
Tel.: ++49 89 234-26655, Fax: -26155
investor.relations@infineon.com

Original-Content von: Infineon Technologies AG, übermittelt durch news aktuell

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