Alle Storys
Folgen
Keine Story von HR Hessischer Rundfunk mehr verpassen.

HR Hessischer Rundfunk

Grimme-Preis 2026 für den ersten Frankfurter Tatort "Dunkelheit" mit Melika Foroutan und Edin Hasanovic

Grimme-Preis 2026 für den ersten Frankfurter Tatort "Dunkelheit" mit Melika Foroutan und Edin Hasanovic
  • Bild-Infos
  • Download

Frankfurt am Main (ots)

Der erste Frankfurter Tatort mit dem neuen Team Maryam Azadi und Hamza Kulina wird mit dem Grimme-Preis 2026 in der Kategorie "Fiktion" ausgezeichnet. Besonders schätzte die Jury die Perspektive der Angehörigen und Opfer, die im Film großen Raum einnimmt: "Diese Opfer bekommen ein Gesicht und eine Geschichte - und damit eine Würde, die ihnen der Standardkrimi allzu häufig vorenthält." Ebenso wurden das klug konstruierte Drehbuch und die behutsame Inszenierung hervorgehoben. Der Tatort "Dunkelheit" wecke "Neugier auf weitere Folgen mit dem Ermittlungsduo, das von Foroutan und Hasanovic exzellent gespielt wird."

Über die Auszeichnung für "Dunkelheit" freuen sich nicht nur das ermittelnde Cold-Case-Team und der Regisseur, sondern auch die Beteiligten vom Hessischen Rundfunk, der ARD Degeto Film und der Sommerhaus Filmproduktion GmbH. Die Auszeichnung wird am 24. April bei der Preisverleihung in Marl an die beiden Hauptdarsteller Melika Foroutan und Edin Hasanovic, den Regisseur und Co-Drehbuchautor Stefan Schaller sowie die Drehbuchautoren Senad Halilbasic und Erol Yesilkaya übergeben.

Melika Foroutan:

"Wir haben uns bei unserem Tatort 'Dunkelheit' bewusst dafür entschieden, den Opfern eines Serienmörders und deren Hinterbliebenen Gesichter, Namen und Geschichten zu geben. Wir erleben gerade eine Zeit von großen Krisen und Kriegen weltweit, die Zahl der Toten ist so groß und oft kann das zu Abstumpfung gegenüber dem Leid des einzelnen Menschen führen.

Als Künstlerin sehe ich mich in der Verantwortung immer wieder zu versuchen, in meiner Arbeit Räume für Empathie zu schaffen und ein Bewusstsein dafür, dass die Würdigung jedes einzelnen Lebens essenziell ist für die Verarbeitung von Leid.

Ich freue mich sehr, dass die Jury des Grimme-Instituts diesen Aspekt unserer gemeinsamen Arbeit erkannt hat und auszeichnen möchte."

Edin Hasanovic:

"Dass unser erster Tatort 'Dunkelheit' beim Publikum so eingeschlagen hat, war schon das größte Geschenk! Das werde ich nicht vergessen, und das hat mich sehr berührt. Dass uns jetzt eine Jury mit dem Grimme-Preis ehrt, setzt dem Ganzen natürlich die Krone auf. Diese doppelte Bestätigung durch Fans auf der einen und Kritiker auf der anderen Seite deckt sich auch mit meinem eigenen Geschmack: Auch ich liebe den Film sehr und empfehle jedem, der ihn bis jetzt noch nicht gesehen hat, ihn nochmal in der Mediathek nachzuschauen."

Stefan Schaller (Regie/Co-Drehbuchautor):

"In 'Dunkelheit' hat mich ein kritischer Blick auf das True-Crime-Genre interessiert. Obwohl der Film von einer ungeklärten Mordserie handelt, stehen nicht die Gewalt und der Täter im Fokus, sondern es geht wirklich um die Geschichte der Opfer und ihrer Angehörigen. Wir wollten ihre persönlichen Schicksale erzählen und für einen Krimi eine ungewöhnliche Perspektive einnehmen. (...) Mir persönlich bedeutet diese Auszeichnung mit dem Grimme-Preis unglaublich viel, ich freue mich so sehr, es ist eine riesige Ehre. Und dass der Film und die Geschichte, die wir erzählen, so noch einmal eine ganz besondere Wertschätzung und Aufmerksamkeit erfahren, ist einfach unglaublich toll."

Jörg Himstedt und Erin Högerle (hr-Spielfilmredaktion):

"Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung von 'Dunkelheit', vor allem, da der Film der Auftakt unseres neuen Frankfurter Tatorts ist. In diesem Format, das so traditionsreich ist und bereits so viele Geschichten in den unterschiedlichsten Facetten erzählt hat, ist es immer eine Herausforderung, etwas Neues zu erzählen. Daher sind wir sehr stolz, den ungewöhnlichen Weg mit ungelösten Cold Cases zu beschreiten und so großen Zuspruch für unser neues Team zu erhalten."

Julia Krittian (hr-Programmdirektorin):

"'Dunkelheit' rüttelt an den Grenzen des Genres 'Tatort' - mit mutigem Storytelling, gesellschaftspolitischem Anspruch und großartiger schauspielerischer Leistung. Der Grimme-Preis ist eine wunderbare Anerkennung für ein Team, das mit großer Hingabe neue Wege geht, und er bestätigt einmal mehr die Innovationskraft der hr-Fiktion."

Jochen Laube und Annie Schilling (Sommerhaus Filmproduktion GmbH):

"Wir alle wissen, wie schwer es ist, den Sweet Spot zwischen Anspruch, Emotionalität und Zuschauererfolg zu treffen. Umso schöner, dass unsere Neuaufstellung des Frankfurter Tatorts nach herausragenden Quoten und begeisterten Kritiken nun auch noch mit diesem bedeutenden Preis ausgezeichnet wird. Wir freuen uns sehr darüber und sehen diese Auszeichnung auch als Beleg dafür, dass es sich lohnt, gemeinsam mit unseren Partner:innen im Hessischen Rundfunk mutig zu sein und das Publikum ernst zu nehmen."

Christoph Pellander (Redaktionsleiter ARD Degeto Film):

"Was für ein toller Auftakt für den neuen Frankfurter Tatort. Ein großer Erfolg bei Publikum und Kritik und nun diese Auszeichnung! Wir freuen uns sehr darüber, dass wir gemeinsam mit dem HR und Sommerhaus dieses großartige neue Ermittlerduo von Melika Foroutan und Edin Hasanovic mit auf den Weg bringen durften. Die Idee, unerledigte Altfälle der Kriminalarbeit - 'Cold Cases' - als zentrales Thema für ein neues Tatortformat zu entwickeln, war herausragend, sorgt für besondere Spannungsmomente und bringt dem Publikum den fiktionalen Sonntagabend auf neue Weise überraschend nah. Herzlichen Glückwunsch allen, die zu diesem Erfolg beigetragen haben!"

Zum Film

"Dunkelheit" beruht auf einem realen Fall aus dem Rhein-Main-Gebiet und erzählt die Geschichte eines Serienmörders, der ein nahezu perfektes Doppelleben geführt zu haben scheint. Der TV-Krimi lief erstmals am 5. Oktober 2025 im Ersten. Das Buch schrieben Senad Halilbasic, Stefan Schaller und Erol Yesilkaya. Regie führte Stefan Schaller. "Dunkelheit" ist eine Produktion der Sommerhaus Filmproduktion GmbH im Auftrag der ARD Degeto Film und des Hessischen Rundfunks (hr). Die Redaktion lag bei Jörg Himstedt und Erin Högerle (beide hr) sowie Birgit Titze (ARD Degeto Film). Produzenten waren Jochen Laube, Fabian Maubach und Annie Schilling (alle Sommerhaus Filmproduktion).

Der nächste Fall

Der nächste Frankfurter Tatort mit dem Titel "Fackel" läuft am Sonntag, 22. März, um 20.20 Uhr im Ersten.

Weitere Auszeichnungen für hr-Koproduktionen

Außerdem war der hr an der Koproduktion "Der talentierte Mr. F. - Die Jagd auf einen Filmdieb" beteiligt, die mit einem Grimme-Preis Spezial in der Kategorie "Kinder & Jugend" ausgezeichnet wurde. Die Dokumentation von MDR, ARD Kultur, BR, rbb und hr begleitet zwei Filmstudenten auf der packenden Spurensuche nach dem Dieb ihres Animationsfilms - bis in die USA.

Ebenfalls eine Auszeichnung in der Kategorie "Kinder & Jugend" erhält die Koproduktion "Grüße vom Mars" von NDR, hr, KiKA und MDR. Der Familienfilm erzählt die Geschichte eines aufgeweckten Jungen im Autismus-Spektrum, der die Welt auf seine ganz eigene Weise wahrnimmt.

Weitere Informationen:

Pressekontakt:

Pressereferentin
Isabel Schad
Tel.: 069 155 6823
E-Mail: isabel.schad@hr.de

HERAUSGEBER
Hessischer Rundfunk
Kommunikation
Tel.: 069 155 3500
E-Mail: kommunikation@hr.de

Original-Content von: HR Hessischer Rundfunk, übermittelt durch news aktuell