Fahrgastverband PRO BAHN e. V.
Zweiter U-Bahn-Betriebshof Neuperlach: Richtiger Standort, dringend erforderlich
Der Fahrgastverband PRO BAHN fordert die Stadt München und Stadtwerke auf, den zweiten U-Bahn-Betriebshof in Neuperlach so schnell wie möglich zu bauen, unter Berücksichtigung des zweigleisigen Ausbaus der S-Bahn sowie einer möglichen späteren Verlängerung der U-Bahn Richtung Ottobrunn. „Das Fehlen des zweiten Betriebshofs ist für die Fahrgäste schon heute zu oft spürbar: denn der bestehende Betriebshof ist überlastet, deshalb fallen immer wieder Züge aus. Die Alternative zum zweiten Betriebshof wäre nicht nur der sofortige Stopp des kompletten U-Bahn-Ausbaus inklusive der U-Bahn Richtung Freiham und der U9, sondern auch ein dauerhaft schlechteres Angebot tagsüber, nochmals verschärft mit der Inbetriebnahme der U-Bahn nach Pasing. Das kann doch nicht das politische Ziel sein“ so Andreas Frank, Münchner Sprecher des Fahrgastverbandes PRO BAHN.
Die Fakten zum zweiten U-Bahn-Betriebshof liegen jetzt seit Jahren auf dem Tisch. Es ist immer wichtig, dass die Argumente für und gegen die verschiedenen Varianten ernst genommen, bewertet und am Ende abgewogen werden. Dies ist für die Standortwahl des zweiten U-Bahn-Betriebshofs in den Jahren 2021 und 2022 erfolgt. Damals wurden die Ergebnisse der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit dem Stadtrat vorgestellt. Dieser hat die Abwägung vorgenommen. Dabei wurde der Standort Neuperlach bestätigt, gleichzeitig aber den Stadtwerken aufgegeben, den Ausbau der S-Bahn mit Erhalt der guten Umsteigemöglichkeiten zu berücksichtigen. Dies zeigt auch, dass die Stadtratsbeschlüsse zum Flächennutzungsplan in 2021 und zum Grundsatzbeschluss Abstellanlagen Mitte 2022 kein Automatismen waren, sondern der Stadtrat sich konkret mit den Vor- und Nachteilen beschäftigt hat. In den damaligen Unterlagen sind auch viele der Argumente gegen den Standort aufgeführt, geprüft und abgewogen, die derzeit gerade wieder hervorgeholt werden. Auch die Nutzung eines Standorts an einer eventuell verlängerten U5 Richtung Ottobrunn wurde damals geprüft; die Gründe, die damals dagegen gesprochen haben, sind unverändert zutreffend.
„Wir fordern daher die Stadt München auf, an ihrer Beschlusslage festzuhalten, und den zügigen Bau des zweiten U-Bahn-Betriebshofes in Neuperlach voranzutreiben. Die Alternative wäre nicht nur der Stopp aller laufenden U-Bahn-Planungen, sondern auch schmerzliche Taktausdünnungen bei der U-Bahn. Das kann niemand ernsthaft wollen.“ so Andreas Frank abschließend.
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