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PRO BAHN: Buslinien zwischen Stadt und Münchner Umland gemeinsam finanzieren

PRO BAHN: Buslinien zwischen Stadt und Münchner Umland gemeinsam finanzieren
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Angesichts der Berichterstattung in der Landkreispresse zu Differenzen über die Finanzierung der Buslinien über die Grenze zwischen Stadt und Landkreis München fordert der Fahrgastverband PRO BAHN die Stadt München auf, sich auch künftig gemäß dem Territorialprinzip an der Finanzierung der Buslinien zu beteiligen, die über die Stadtgrenze hinaus ins Umland verkehren. „Der jetzige Versuch, über jede Linie einzeln zu diskutieren, erinnert an das gescheiterte Vorgehen zu Beginn der 2000er Jahre. Damals wurde mit viel Aufwand versucht, jede Buslinie einzeln zu verhandeln, und dabei Kosten zwischen Stadt München und dem Landkreis hin und her zu schieben. Dies hat durchgehende Linien zerstört, die Fahrgäste hatten ein wesentlich schlechteres Angebot, ohne dass die kommunalen Aufgabenträger damit wirklich sparen konnten“ so Andreas Frank, Münchner Sprecher des bundesweiten Fahrgastverbandes PRO BAHN. Es hatte viele Jahre gedauert, um den damals verursachten Schaden wieder zu beseitigen. „Die Stadt München sollte jetzt auf den Erfahrungen von damals aufbauen. Anstelle mit viel Aufwand über jede Linie einzeln diskutieren zu wollen, ist eine einfachd urchführbare Aufteilung besser, so wie sie aktuell vereinbart ist. Hier ist jetzt die Stadt am Zug” so Andreas Frank.

Zudem kritisiert der Verband, dass bislang zum Streichprogramm für die Busse über die Stadtgrenze noch nicht die Bezirksausschüsse und Verbände angehört wurden. „Aus gutem Grund werden zum Anpassungsprogramm die Bezirksausschüsse und Verbände angehört. Für dieses Vorgehen möchten wir auch jetzt werben: dies ist Basis für eine sachgerechte Diskussion, bevor der Stadtrat dann die Entscheidung trifft“ so der PRO BAHN-Sprecher weiter.

Der Öffentliche Verkehr ist eine wichtige Grundlage der wirtschaftlichen Stärke Münchens, die dann wieder Grundlage der Steuereinnahmen ist. Beispielsweise war bei der aktuellen IHK-Studie beim Punkt „Infrastruktur“ das ÖPNV-Angebot das wichtigste Verkehrsthema, klar vor dem Straßen- oder gar dem Flugverkehr, vgl. https://www.ihk-muenchen.de/ihk/pictures/Standort/Stadt-M Der Öffentliche Verkehr wird gut angenommen, die letzten Jahrzehnte ist das Fahrgastaufkommen stärker gestiegen als das Angebot. Wenn gewünscht ist, dass wir die wertvolle Fläche in München so gut wie möglich nutzen können, dann ist dafür guter ÖPNV ebenso wie gute Fuß- und Radwege nötig. Die Lösung der Münchner Verkehrsprobleme ist nur gemeinsam mit dem Umland möglich, dazu braucht es gemeinsame ÖV-Linien über die Stadtgrenze. Die Stadt München profitiert unmittelbar von attraktiven und starken Verknüpfungen mit dem Umland, selbst wenn die Fahrgäste dieser Linien wenig innerhalb der Stadt unterwegs sind. Denn jeder Fahrgast, der die Stadtgrenze im ÖPNV und nicht im Auto überquert, nützt der Stadt. „Wir fordern die Stadt auf, die Zusammenarbeit mit dem Umland zu verbessern, und sich an der Finanzierung der die Stadtgrenze querenden Buslinien auch künftig sinnvoll zu beteiligen” so Andreas Frank abschließend.

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