Schneller genehmigt: Warum Solarparks an Autobahnen und Bahngleisen der Bürokratie entkommen
Dortmund (ots)
Seit Anfang 2023 können Photovoltaik-Freiflächenanlagen entlang von Autobahnen und mehrgleisigen Bahnstrecken deutlich einfacher realisiert werden. Gesetzliche Änderungen haben Planungs- und Genehmigungsverfahren beschleunigt und damit ein großes, bislang wenig genutztes Flächenpotenzial erschlossen.
Denn die Energiewende braucht Flächen. Während über die Nutzung landwirtschaftlicher Flächen für Solarparks häufig kontrovers diskutiert wird, rücken Standorte entlang von Verkehrswegen zunehmend in den Fokus. Sie gelten als besonders geeignet für die Erzeugung von Solarstrom, da sie bereits durch Infrastruktur, Verkehrslärm und technische Anlagen geprägt sind. Welche Chancen sich daraus für Grundstückseigentümer, Kommunen und Projektentwickler ergeben, erläutert die Apricus Solar AG.
Weniger Planungsschritte, schnellere Umsetzung
Eine Änderung des Baugesetzbuchs hat die Voraussetzungen für Solarparks entlang von Autobahnen und mehrgleisigen Bahnstrecken deutlich verbessert. Anlagen innerhalb eines 200-Meter-Korridors gelten im Außenbereich als privilegierte Vorhaben. In vielen Fällen entfällt dadurch das sonst erforderliche Bebauungsplanverfahren.
Für Projektentwickler, Kommunen und Flächeneigentümer bedeutet das vor allem eines: kürzere Verfahren. Statt eines oft langwierigen kommunalen Planungsprozesses kann in der Regel direkt eine Baugenehmigung beantragt werden. Das beschleunigt die Umsetzung neuer Projekte deutlich.
Auch im Straßenrecht wurden Hürden abgebaut
Zusätzliche Erleichterungen brachte die Anpassung des Bundesfernstraßengesetzes Ende 2023. Solarstromanlagen entlang von Autobahnen sind inzwischen von wichtigen Beschränkungen ausgenommen, die ihre Umsetzung bislang erschwert hatten. Wo früher Genehmigungen erforderlich waren, genügt heute vielfach eine Beteiligung der zuständigen Behörde oder eine Anzeige vor Baubeginn.
Baurecht und Förderrecht unterscheiden
Trotz der vereinfachten Genehmigung gilt: Die Privilegierung ersetzt nicht die Prüfung von Natur-, Arten- oder Landschaftsschutzbelangen. Zudem sind Baurecht und Förderrecht voneinander zu unterscheiden.
Während der vereinfachte Genehmigungsweg für Flächen innerhalb von 200 Metern entlang von Autobahnen und Bahnstrecken gilt, reicht die Förderkulisse des Erneuerbare-Energien-Gesetzes bis zu 500 Meter. Für Flächen zwischen 200 und 500 Metern ist jedoch weiterhin ein Bebauungsplan erforderlich, um die Förderfähigkeit zu sichern.
Großes Potenzial entlang bestehender Infrastruktur
Das Potenzial ist beträchtlich. Entlang von rund 13.200 Kilometern Autobahn und etwa 39.000 Kilometern Schienennetz liegen Flächen, die bislang nur selten für die Solarstromerzeugung genutzt werden. Da sie bereits durch Verkehrsinfrastruktur geprägt sind, lassen sich neue Photovoltaikanlagen hier häufig konfliktärmer realisieren als auf bislang unberührten Flächen.
„Flächen entlang von Autobahnen und Schienenwegen eignen sich besonders gut für Photovoltaik, weil sie bereits durch Verkehrsinfrastruktur geprägt sind“, sagt Oliver vom Lehn, Vorstand der Apricus Solar AG. „Die gesetzlichen Änderungen haben die Genehmigungsverfahren deutlich vereinfacht. Das eröffnet Grundstückseigentümern und Projektentwicklern Chancen, die bislang noch zu wenig genutzt werden.“
Mit den vereinfachten Genehmigungsverfahren rücken Flächen entlang von Autobahnen und Bahnstrecken stärker in den Fokus der Projektentwicklung. Die Apricus Solar AG unterstützt Eigentümer, Kommunen und Unternehmen dabei, geeignete Standorte für die Solarstromerzeugung zu erschließen. Für den Ausbau der Photovoltaik eröffnet das zusätzliche Potenziale auf Flächen, die bislang oft ungenutzt geblieben sind.
Über Oliver vom Lehn:
Oliver vom Lehn ist Vorstand und Hauptaktionär der Apricus Solar AG. Er plant und realisiert komplexe Photovoltaik-Großanlagen für Industrie, Gewerbe und den öffentlichen Sektor. Ihr Ziel: Energiekosten nachhaltig senken, Unternehmen unabhängiger vom Strommarkt machen und wirtschaftliche PV-Lösungen auch ohne Förderung ermöglichen. Die Apricus Solar AG zählt zu den führenden Anbietern anspruchsvoller Solarprojekte in Deutschland. Weitere Informationen: https://apricus-solar.de/
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