NWR-Medieninformation: Nationaler Wasserstoffrat fordert differenzierte PFAS-Regulierung mit Ausnahmen für essenzielle Wasserstofftechnologien
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NWR fordert differenzierte PFAS-Regulierung mit Ausnahmen für essenzielle Wasserstofftechnologien
Der Nationale Wasserstoffrat (NWR) spricht sich in einer aktuellen Stellungnahme zur geplanten EU-Regulierung per- und polyfluorierter Alkylsubstanzen (PFAS) für eine verantwortungsvolle, risikobasierte Ausgestaltung der Regelungen aus. Im Rahmen seiner Sitzung am 26. Februar 2026 in Berlin forderte er klar definierte Essential-Use-Ausnahmen für Energie- und Wasserstofftechnologien.
PFAS sind nach Einschätzung des NWR für bestimmte technologisch kritische Komponenten in Elektrolyseuren und Brennstoffzellensystemen sowie für weitere Schlüsselanwendungen entlang der Wasserstoff-Wertschöpfungskette derzeit in vielen Fällen noch unverzichtbar. Technisch gleichwertige, industriell verfügbare Alternativen stehen aktuell nur in begrenztem Umfang zur Verfügung. Zugleich zeigen jüngste Analysen der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA), dass der Energiesektor heute in sehr geringem Maße zu PFAS-Emissionen in die Umwelt beiträgt.
Vor diesem Hintergrund spricht sich der NWR gegen ein pauschales PFAS-Verbot aus und fordert eine differenzierte Regulierung, die reale Emissions- und Expositionspfade berücksichtigt. Weiterhin empfiehlt er, geeignete Recycling- und Entsorgungsverfahren für PFAS-haltige Komponenten aus Energie- und Wasserstoffsystemen zu entwickeln und die Forschung an PFAS-freien Alternativen deutlich zu intensivieren. Ein solcher Ansatz verbindet wirksamen Umwelt- und Gesundheitsschutz mit Investitions- und Planungssicherheit und stellt sicher, dass Wasserstofftechnologien einen zentralen Beitrag zur Energiewende leisten können.
Die Stellungnahme steht als Dateianhang und unter Stellungnahmen als Download bereit.
Der Nationale Wasserstoffrat
Mit der Verabschiedung der Nationalen Wasserstoffstrategie hat die Bundesregierung am 10. Juni 2020 den Nationalen Wasserstoffrat berufen. Der Rat besteht aus 22 hochrangigen Expertinnen und Experten der Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft, die nicht Teil der öffentlichen Verwaltung sind. Die Mitglieder des Wasserstoffrats verfügen über Expertise in den Bereichen Erzeugung, Forschung und Innovation, Dekarbonisierung von Industrie, Verkehr und Gebäude/Wärme, Infrastruktur, internationale Partnerschaften sowie Klima und Nachhaltigkeit. Der Nationale Wasserstoffrat wird geleitet durch Dr. Felix Chr. Matthes.
Aufgabe des Nationalen Wasserstoffrats ist es, den Staatssekretärsausschuss für Wasserstoff durch Vorschläge und Handlungsempfehlungen bei der Umsetzung und Weiterentwicklung der Wasserstoffstrategie zu beraten und zu unterstützen.