Vier Pfoten - Stiftung für Tierschutz

Heilbronn: VIER PFOTEN kritisiert Auftritt von Raubkatzen aus den USA

Eine der Löwinnen im Zirkus-Käfigwagen © VIER PFOTEN, Fred Dott
Eine der Löwinnen im Zirkus-Käfigwagen © VIER PFOTEN, Fred Dott

Heilbronn: VIER PFOTEN kritisiert Auftritt von Raubkatzen aus den USA. Stadtrat soll Weihnachtszirkus mit Wildtieren verbieten.

Heilbronn: VIER PFOTEN kritisiert Auftritt von Raubkatzen aus den USA

Stadtrat soll Weihnachtszirkus mit Wildtieren verbieten

Heilbronn / Hamburg, 19. Dezember 2017 - Im Heilbronner Weihnachtszirkus werden ab dem 20. Dezember 14 Raubkatzen aus den USA auftreten. VIER PFOTEN kritisiert den Auftritt von Dompteur Alexander Lacey. Nach der Schließung des US-amerikanischen Zirkus "Ringling Brothers" hätte den sechs Löwen, sieben Tigern und einem Leoparden ein artgemäßer Lebensabend in einem Schutzzentrum zugestanden. Stattdessen wurden die Großkatzen auf eine strapaziöse Reise quer über den Atlantik geschickt. Während des Transports durch die USA entkam eine Tigerin in Atlanta und wurde später erschossen. Der Zwischenfall zeigt das ständige Sicherheitsrisiko, das mit der Haltung von Wildtieren im Zirkus einhergeht. VIER PFOTEN appelliert an den Heilbronner Stadtrat, Wildtierzirkusse auf städtischen Flächen zu verbieten. Ein entsprechendes Verbot gilt bereits in 70 deutschen Städten. Von der künftigen Bundesregierung fordern die Tierschützer ein bundesweites Wildtierverbot für alle Zirkusse.

Denise Schmidt, Kampagnenleiterin bei VIER PFOTEN:

"Deutschland ist mit seinen laxen Regelungen ein Eldorado für Wildtier-Trainer geworden. Die CDU/CSU blockiert auf Bundesebene seit Jahren ein Wildtierverbot im Zirkus. Löwen und Tiger haben weder in Weihnachtsevents noch sonstigen Zirkusshows etwas verloren. Die Städte müssen auf die Tierschutzprobleme vor ihrer Haustür reagieren. Wir erwarten uns vom Heilbronner Stadtrat eine klare Position gegen den Wildtier-Weihnachtszirkus."

Tierschutzprobleme im Zirkus

Ein fahrender Zirkus kann auf die Bedürfnisse der Tiere keine Rücksicht nehmen: der Betrieb wechselt ständig den Standort, Käfige müssen Platz sparend transportiert und schnell auf- und abgebaut werden. So leben die Tiere die meiste Zeit in viel zu engen Transportwagen. Zum Klettern, Laufen, Baden oder Schwimmen ist kein Platz.

Sicherheitsrisiko für Besucher

Abgesehen von den Tierschicksalen stellen Wildtierzirkusse auch ein enormes Sicherheitsrisiko dar. Die Liste mit schweren Unfällen mit gefährlichen Wildtieren ist lang, wie ein kürzlich erschienener EU-Report beweist. Von den EU-weit dokumentierten über 300 Zwischenfällen mit mehr als 600 Zirkustieren ereignete sich fast die Hälfte in Deutschland. Damit ist Deutschland trauriger Spitzenreiter bei Wildtierunfällen in Zirkussen in der EU.

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Weitere Informationen zu kommunalen Wildtierverboten: www.vier-pfoten.de/themen/wildtiere/zirkus/kommunale-wildtierverbote/

http://www.vier-pfoten.de/themen/heimtiere/tatort-internet/

Ein Interview mit VIER PFOTEN Kampagnenleiterin Denise Schmidt ist auf Anfrage gern möglich.

Druckfähige Fotos s. unten bzw. senden wir Ihnen weitere Fotos gern auf Anfrage zu.

Sendefähiges Videomaterial von Wildieren im Zirkus senden wir Ihnen auf Anfrage gern als Downloadlink zu.

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Informationen zu aktuellen Aktivitäten von VIER PFOTEN:

www.twitter.com/VIERPFOTEN

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Über VIER PFOTEN - Stiftung für Tierschutz

Seit 1988 setzt sich VIER PFOTEN dafür ein, dass Menschen Tieren mit Respekt, Mitgefühl und Verständnis begegnen. Dafür betreibt die international tätige Stiftung mit Büros in 11 Ländern Aufklärungs- und Bildungsarbeit, nachhaltige Kampagnen sowie Lobbyarbeit. Im Fokus steht dabei die Verbesserung der Lebensbedingungen von Nutz-, Heim- und Wildtieren. In den VIER PFOTEN Schutzzentren finden Bären und Großkatzen aus schlechter Haltung ein tiergerechtes Zuhause. www.vier-pfoten.de

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