Vier Pfoten - Stiftung für Tierschutz

VIER PFOTEN: Ungarn treibt Stopfleberkrise auf die Spitze Etikettenschwindel: Tierquälerei soll als Tierschutz verkauft werden
Betrug an deutschen Konsumenten

Hamburg (ots) - Das ungarische Landwirtschaftsministerium hat Verhandlungen mit der internationalen Tierschutzorganisation VIER PFOTEN kurzerhand abgesagt. Bei dem Treffen hätten beide Seiten konkrete Vorschläge für eine Kennzeichnungspflicht und ein Ausstiegsszenario mit Verbot der Stopfleberproduktion diskutieren sollen. Das Ministerium preschte jedoch entgegen den Abmachungen vor und versuchte VIER PFOTEN mit einem Hals-über-Kopf-Gesetz, das angeblich bereits am 1.10.2008 in Kraft trat, unter Druck zu setzen. Der darin enthaltene Kennzeichnungstext stellt einen Widerspruch in sich dar, da er Fleisch von grausam zwangsgestopften Enten und Gänsen mit Tierschutz vermischt. "Es ist schon sehr merkwürdig, dass im ungarischen Tierschutzgesetz jegliche Zwangsernährung verboten ist, außer dort wo sie in Ungarn Profit bringt", so Marcus Müller von VIER PFOTEN. "In 14 europäischen Ländern ist diese Tierquälerei längst gänzlich verboten."

Deutsche Konsumenten wurden in der Vergangenheit durch Falschkennzeichnung ungarischer Produzenten schon häufig getäuscht. Aufgrund der VIER PFOTEN-Kampagne gegen Stopffleisch stapeln sich in ungarischen und französischen Kühlhäusern tausende Tonnen minderwertigen Fleisches aus der Stopfleberproduktion. Einzelhandelsketten wie REWE, Kaufland oder Lidl haben die Zeichen der Zeit erkannt und dieses aus dem Sortiment genommen. Doch leider setzen wegen der enormen Gewinnspanne bei diesem Billigstfleisch immer noch mehrere große deutsche Supermarktketten auf das Fleisch der kranken Tiere aus Stopfleberproduktion. Eine überwiegende Mehrheit lehnt solche tierquälerischen Produkte strikt ab.

Das Ziel von VIER PFOTEN ist eine verantwortungsvolle Geflügelindustrie mit tierschutzkonformer Produktion, die Arbeitsplätze sichert und nicht gefährdet. VIER PFOTEN bedauert zutiefst, dass die ungarische Politik und Industrie die Landwirte und Arbeiter zu Spielbällen ihrer kurzsichtigen Profitinteressen macht. Als Vorbild könnte Polen dienen: ehemals drittgrößter Stopfleberproduzent der Welt, hat es sich von dieser Tierqual verabschiedet und ist nun der erfolgreichste Produzent für Gänsefleisch in Europa.

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