Pflegereform: Referentenentwurf markiert Meilenstein für Prävention
Die Vorstandsvorsitzende des Medizinischen Dienstes Bayern, Prof. Dr. Claudia Wöhler, erklärt: "Dieser Referentenentwurf setzt wichtige Impulse. Besonders die stärkere Ausrichtung auf Prävention und Rehabilitation ist ein echter Meilenstein in der pflegerischen Versorgung."
München, 11. Juni 2026
Pflegereform: Referentenentwurf markiert Meilenstein für Prävention
Medizinischer Dienst Bayern begrüßt den Präventionsansatz im Rahmen der gesetzlichen Neuordnung der Pflege.
Der Unterstützungsbedarf der Versicherten im Bereich Pflege ist in den letzten Jahren spürbar gestiegen. Um auch in Zukunft eine bedarfsgerechte Versorgung sicherstellen zu können, braucht es dringend eine Reform der Pflegeversicherung. Dabei darf Pflege nicht erst dann zum Thema werden, wenn Menschen bereits pflegebedürftig sind. Der Medizinische Dienst Bayern unterstützt deshalb den Fokus des Referentenentwurfs auf die Präventionsarbeit und zeigt, dass entsprechende Ansätze im Freistaat bereits erfolgreich umgesetzt werden.
Die Vorstandsvorsitzende des Medizinischen Dienstes Bayern, Prof. Dr. Claudia Wöhler, erklärt: "Dieser Referentenentwurf setzt wichtige Impulse. Besonders die stärkere Ausrichtung auf Prävention und Rehabilitation ist ein echter Meilenstein in der pflegerischen Versorgung."
Der Medizinische Dienst Bayern begrüßt insbesondere die vorgesehene Weiterentwicklung der Pflegebegutachtung. Die Gutachten der Medizinischen Dienste enthalten bereits heute wichtige Hinweise zu Heil- und Hilfsmitteln, Rehamaßnahmen sowie wohnumfeldverbessernden Maßnahmen. Diese individuellen Unterstützungsbedarfe der Versicherten müssen noch stärker als bislang in die Versorgung einfließen. Genau hier können die Medizinischen Dienste kompetent und bedarfsorientiert beraten, um Pflegebedürftigkeit zu vermeiden oder zu verlangsamen.
Denn eine Pflegebedürftigkeit ist kein unabwendbares Schicksal. "Durch eine frühzeitige Beratung und Begleitung können Menschen länger selbstbestimmt zu Hause wohnen, Angehörige werden entlastet und schwierige Pflegesituationen entstehen erst gar nicht. Wir initiieren daher bereits heute präventive Projekte im Freistaat, um Versicherte für Präventionsmaßnahmen zu sensibilisieren und ihnen Unterstützungsmöglichkeiten aufzuzeigen", so Wöhler weiter.
Bei der "Präventiven Pflegeberatung" beispielsweise bieten Gutachterinnen und Gutachter des Medizinischen Dienstes Bayern Versicherten mit hohem Präventionspotential aktiv eine individuelle Beratung im Nachgang der Begutachtung an. Gerade in der Erstbegutachtung liegt großes Potenzial, um einer Verschlimmerung der Pflegebedürftigkeit entgegenzuwirken und dem Wunsch nach individueller Beratung gerecht zu werden. Ein weiteres Projekt ist die "Initiative Pflegebedürftig!?" für eine frühzeitige Pflegeberatung vor der Antragsstellung.
"Wenn Prävention endlich denselben Stellenwert erhält wie die Versorgung, gewinnen am Ende alle: Unser Pflegesystem bleibt langfristig tragfähig und viele Menschen können gesünder alt werden. So eine ganzheitliche Planung erfordert Mut und Gestaltungswillen. Der Präventionsansatz im vorliegenden Referentenentwurf ist dafür wegweisend", betont Prof. Dr. Claudia Wöhler abschließend.
Der Medizinische Dienst Bayern – Begutachter, Wegweiser, Berater
Der Medizinische Dienst Bayern steht für eine kompetente, unabhängige und faire Begutachtung und Beratung. Mit seinen 1.700 Mitarbeitern (überwiegend Ärzte und Pflegekräfte) übernimmt er wichtige Aufgaben bei der Begutachtung zur Feststellung der Pflegebedürftigkeit sowie in der Qualitätssicherung.
Der Medizinische Dienst Bayern prüft im Auftrag der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherungen. Mit seiner hohen Fachkompetenz und objektiven, fundierten Begutachtungen trägt er zur Weiterentwicklung einer qualitativen Gesundheitsversorgung bei. Als Begutachter, Wegweiser und Berater leistet der Medizinische Dienst Bayern mit seinen 23 Beratungs- und Begutachtungszentren einen unschätzbaren Beitrag im Gesundheitsbereich.
Er ist verlässlicher Ansprechpartner und Experte in Gesundheitsfragen und steht den Versicherten nicht nur in Notfällen zur Verfügung, sondern berät auch präventiv. Im Auftrag der Versicherten bietet er Unterstützung in Form von Veranstaltungen wie "MD im Dialog" an, bei denen er darüber informiert, wie Pflegebedürftigkeit vermieden werden kann, wann ein Pflegeantrag sinnvoll ist und welche Informationen dafür benötigt werden. Die Experten des Medizinischen Dienstes Bayern verstehen, dass medizinische Angelegenheiten oft komplex und verwirrend sein können. Sie sind daher speziell geschult, um mit den Versicherten klar und verständlich zu kommunizieren.
Mehr Infos unter www.md-bayern.de
Daniela Busse Referentin Kommunikation
Medizinischer Dienst Bayern Hauptverwaltung
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