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Veränderungsmanagement wird für Unternehmen immer wichtiger
Führungsstil: Harte Sanierer und mitfühlende Chefs halten sich die Waage

Berlin (ots)  - Das Change Management nimmt in den Führungsetagen
deutscher, österreichischer und schweizerischer Unternehmen einen
steigenden Stellenwert ein. Aktuell gestehen 89 Prozent dem
systematischen Umgang mit Veränderung im Unternehmen einen sehr
wichtigen bzw. wichtigen Stellenwert zu. Dieser Wert wird bis zum
Jahr 2008 auf 97 Prozent steigen. So das Ergebnis einer von Juli bis
September 2003 durchgeführten Studie der Management- und IT-Beratung
Cap Gemini Ernst & Young. In die Untersuchung gingen die Antworten
von 91 Führungskräften großer Unternehmen auf einen detaillierten
Fragebogen ein (55 Prozent aus Deutschland, 25 Prozent aus
Österreich, 20 Prozent Schweiz und andere Länder).
Der Stellenwert des Change Management wird aktuell in deutschen
Unternehmen etwas höher eingeschätzt als in Österreich. Bis zum Jahr
2008 nähern sich die Zahlen jedoch an. Gleiches gilt auch bei der
Betrachtung nach Firmengrößen. Unternehmen mit einem Umsatz von mehr
als fünf Milliarden Euro schätzen den Umgang häufiger als "sehr
wichtig" ein als kleinere Unternehmen.
Unternehmensinterne Gründe liegen als Ursache für Veränderung vorn
Der häufigste Anlass für Change Management ist mit weitem Abstand
und 69 Prozent die Restrukturierung/Reorganisation des Unternehmens,
gefolgt von einer veränderten Unternehmensstrategie mit 54 Prozent.
"Die Ergebnisse sind ein deutlicher Spiegel der derzeitigen
Wirtschaftssituation", meint Martin Claßen, Leiter der People
Practice bei Cap Gemini Ernst & Young Zentraleuropa. "Das Thema
'Fusionen' wäre vor einigen Jahren sicher häufiger genannt worden".
Noch hinter Kostensenkungsprogrammen (33 Prozent) liegt dieser Grund
aber erst an vierter Stelle. Technikorientierte Change-Anlässe
spielen nur eine untergeordnete Rolle. In Österreich liegen die
Gründe für den Einsatz von Change Management-Methoden etwas anders:
Zwar dominieren hier auch die Restrukturierungsgründe, aber der
Anlass 'Mergers & Acquisitions' liegt mit 41 Prozent an zweiter
Stelle. Die Themen 'veränderte Unternehmensstrategie', 'externe
Veränderungen', 'veränderte Marktstrategie' und 'IT-Innovationen'
folgen mit Werten um die 30 Prozent auf den Plätzen.
'Harter Sanierer' und mitarbeiterorientierter Stil halten sich die
   Waage
In der Medienlandschaft werden Führungskräfte häufig in zwei
entgegenstehenden Rollen eingeteilt. Zum einen der harte Sanierer und
zum anderen der Manager mit dem Gefühl für die Mitarbeiter. Die
beiden Lager finden sich auch und zu fast gleichen Teilen im Change
Management Prozess. Charakterisiert durch die Einstellungstendenz
"Leidensdruck erhöhen - dann passen sich die Mitarbeiter schon an die
neue Situation an", gehören 45 Prozent der Manager der ersten
Führungsebene zu den 'harten Hunden'. Den anderen Stil, "wir müssen
Betroffene zu Beteiligten machen und den Veränderungsprozess aktiv
unterstützen", bevorzugen rund 55 Prozent. Betrachtet man die
Ergebnisse nach Ländern wird deutlich, dass die deutschen Manager mit
mehr als der Hälfte eher die Vertreter der harten Schule sind als
Österreicher mit gut einem Drittel. Letztere bevorzugen zu zwei
Drittel den mitarbeiterorientierten Stil.
Zu viele Aktivitäten können zum Stolperstein werden
Erfolgreich sind Veränderungsprozesse im Unternehmen, wenn
realistische, klare Visionen bzw. Ziele existieren und entsprechend
kommuniziert werden. Für rund 45 Prozent der befragten Change Manager
war dies ein positiver Faktor. Auch Einsatz und Glaubwürdigkeit des
Top-Managements tragen zum Erfolg bei, meinen 38 Prozent. Ähnliche
große Erfolgsfaktoren sind 'effektives Stakeholder Management' und
'offene Kommunikation innerhalb des Projekts und gegenüber anderen
Projekten'. Noch erfolgreicher hingegen, meinen 22 Prozent der Change
Experten, hätten sie sein können, wenn sie mehr Personal zur
Verfügung gehabt hätten.
Auf der anderen Seite stellen zu viele Aktivitäten, die auch noch
nach ihrer Bedeutung falsch eingeordnet wurden, den größten
Stolperstein für ein Change Projekt dar (52 Prozent). Dazu bringen
'langfristige Maßnahmen, die für eine kurzfristige
Ergebnisverbesserung geopfert werden' (48 Prozent), einen
Veränderungsprozess zum Scheitern. Länderspezifisch haben sich bei
den Stolpersteinen Unterschiede zwischen Deutschland und Österreich
ergeben. Während österreichische Manager im Verzetteln die mit
Abstand größte Gefahr sehen (68 Prozent), beklagen die deutschen
Kollegen in erster Linie, dass langfristige Change Maßnahmen ein
Opfer kurzfristiger Ergebnisverbesserung werden (53 Prozent).
Studie und Foto von Martin Claßen unter
   http://www.de.cgey.com/presse

Pressekontakt:

Cap Gemini Ernst & Young
Thomas Becker, Pressesprecher
Neues Kranzler Eck
Kurfürstendamm 21
10719 Berlin

Tel.: 030/88703-730
Fax: 030/88703-739
E-Mail: presse.de@cgey.com

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