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SOS-Kinderdörfer weltweit e.V.

Nach schwerem Erdbeben in Indonesien: Tausende mussten ihre Häuser verlassen
SOS-Kinderdörfer bereiten mögliche Nothilfe vor

Nagekeo/München (ots)

Nach dem schweren Erdbeben der Stärke 7,7 im Osten Indonesiens spitzt sich die Lage für die betroffene Bevölkerung weiter zu. Nach vorläufigen Angaben sind mindestens 54 Menschen sind ums Leben gekommen, mehr als 130 wurden verletzt. Tausende Kinder und Familien mussten ihre Häuser verlassen und harren zum Teil in provisorischen Unterkünften aus. Belastbare Zahlen dazu, wie viele Kinder getötet, verletzt oder vertrieben wurden oder von ihren Familien getrennt sind, liegen bislang nicht vor. Die Suche nach möglichen Verschütteten und die Versorgung der betroffenen Bevölkerung dauern an.

Besonders schwer von dem Erdbeben am frühen Samstagmorgen betroffen sind Gebiete auf der Insel Flores in der Provinz Ost-Nusa Tenggara. Erdrutsche und blockierte Straßen erschweren die Hilfsmaßnahmen, die Erde kommt weiterhin nicht zur Ruhe: Seit dem Hauptbeben wurden rund 1.600 Nachbeben registriert.

Die SOS-Kinderdörfer sind in der betroffenen Region seit Jahrzehnten aktiv, auch in Nagekeo nahe dem Epizentrum, und prüfen derzeit die Auswirkungen des Bebens auf Kinder, Familien, Mitarbeitende und Einrichtungen.

Es wurden zahlreiche Häuser sowie öffentliche Einrichtungen beschädigt. Der interne Lagebericht der SOS-Kinderdörfer in Indonesien nennt nach einer ersten Erhebung unter anderem 94 betroffene Bildungseinrichtungen und 211 beschädigte Gesundheitseinrichtungen.

Die Teams sondieren derzeit, welche Hilfe vor Ort am dringendsten benötigt wird.

"Für Kinder ist eine Katastrophe wie diese besonders bedrohlich. Viele haben ihr Zuhause verloren, erleben immer neue Nachbeben und wissen nicht, wann sie wieder in ihren Alltag zurückkehren können. Jetzt geht es zunächst darum, Kinder und ihre Familien zu schützen und ihre dringendsten Bedürfnisse zu sichern. Genauso wichtig ist die psychosoziale Unterstützung: Kinder brauchen sichere Orte und Menschen, die ihnen helfen, das Erlebte zu verarbeiten", sagt Petra Sorge-Booms, Vorständin bei den SOS-Kinderdörfern weltweit.

Die Situation in den Notunterkünften stellt gerade für Kinder eine zusätzliche Belastung dar. Es fehlt teilweise an sauberem Wasser und ausreichender Versorgung. Beschädigte Gesundheitseinrichtungen erschweren die medizinische Betreuung. Gerade in einer solchen chaotischen Situation steigt außerdem die Gefahr, dass Kinder von ihren Familien getrennt werden.

Im Fokus der humanitären Hilfe steht der Schutz von Kindern und Familien, psychosoziale Unterstützung sowie die Versorgung mit Unterkünften, sauberem Wasser, Hygieneartikeln und Lebensmitteln. Auch sichere Schutz- und Lernräume für Kinder sind vorgesehen.

Die SOS-Kinderdörfer weltweit rufen zu Spenden für die Erdbebenopfer in Indonesien auf.

Online spenden:

Nothilfe-Fonds der SOS-Kinderdörfer weltweit

Spendenkonto der SOS-Kinderdörfer weltweit

IBAN: DE22 4306 0967 2222 2000 00

Bank: GLS Gemeinschaftsbank

Stichwort: Erdbeben Indonesien

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Boris Breyer
Pressesprecher SOS-Kinderdörfer weltweit
Tel.: 0160 - 984 723 45
E-Mail: boris.breyer@sos-kd.org
www.sos-kinderdoerfer.de

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