OWF Ostdeutsches Wirtschaftsforum
PM: Merz würdigt Zukunftsregion Ostdeutschland
Pressemitteilung
„Davon kann ganz Deutschland lernen“: Kanzler Merz würdigt Ostdeutschland zum OWF-Abschluss als Zukunftsregion
Bad Saarow, 2. Juni 2026 – Mit deutlichen Impulsen für die wirtschaftspolitische Weichenstellung ist das Ostdeutsche Wirtschaftsforum (OWF) 2026 in Bad Saarow zu Ende gegangen. Drei Tage lang diskutierten hochkarätige Vertreter:innen aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft im Theater am See über konkrete Lösungsansätze unter dem Leitmotiv „Eine neue (Un)Ordnung“. Nachdem der Auftakt die geopolitische Rolle Ostdeutschlands im mitteleuropäischen Wirtschaftsraum beleuchtete, lag an den folgenden Konferenztagen ein besonderer Fokus auf der zukunftsgerichteten Sicherheitsökonomie sowie der digitalen Transformation.
Einen eindrücklichen Impuls am Abschlusstag setzte Bundeskanzler Friedrich Merz mit einer Keynote und einer anschließenden Paneldiskussion zu Technologie, Energie und Industrie. Dabei bescheinigte er der Region eine klare Vorbildfunktion für den bundesweiten Transformationsprozess: „Ostdeutschland hat sich zu einer starken Zukunftsregion entwickelt und zeigt, wie erfolgreicher Strukturwandel gelingen kann: mit Innovationskraft, Tempo und neuen Ideen. Davon kann ganz Deutschland lernen.“
Wirtschaftliche Resilienz durch Sicherheits- und Verteidigungsindustrie
Die Konferenz verdeutlichte, dass Fragen der nationalen und europäischen Sicherheit zunehmend an Bedeutung als direkte Standortfaktoren gewinnen. Im Rahmen der Keynote und des anschließenden Panels zur Sicherheitsarchitektur Ost erörterten Fachleute aus Industrie und Verbänden – darunter von OHB System, Rolls-Royce, Fujitsu, PwC und dem Bundesverband der Deutschen Industrie e.V. (BDI) – die konkreten regionalen Potenziale. Ostdeutschland bringt durch verfügbare Flächen und gewachsene industrielle Strukturen wesentliche Voraussetzungen mit, um eine tragende Rolle in der europäischen Sicherheitsökonomie einzunehmen.
Bereits am Montag hatte die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Gitta Connemann, in ihrer Keynote und im Bühneninterview betont, dass eine wettbewerbsfähige Industriepolitik eng mit dem Aufbau resilienter Lieferketten und der Verknüpfung ziviler sowie sicherheitsrelevanter Technologien verbunden ist. Die ostdeutsche Industrie könne hierbei als Modellregion agieren.
Digitalisierung und Modernisierung als Produktivitätshebel
Neben der Sicherheitsarchitektur bildete die digitale Transformation den zweiten inhaltlichen Schwerpunkt der Folgetage. Digitalminister Dr. Karsten Wildberger eröffnete den finalen Veranstaltungstag mit einem Impuls zur staatlichen Modernisierung. Er unterstrich, dass die Digitalisierung der Verwaltung und der gezielte Ausbau der Digitalwirtschaft entscheidende Hebel für die Wettbewerbsfähigkeit und die technologische Souveränität des Standorts sind. Die damit verbundenen wirtschaftlichen Chancen und die Wertschöpfung im KI-Zeitalter wurden im darauffolgenden Panel von Akteur:innen aus Wissenschaft und globaler Wirtschaft vertieft.
Strategische Investitionen erfordern verlässliche Rahmenbedingungen
Einigkeit herrschte auf dem Forum darüber, dass die Mobilisierung von Kapital direkt an klare politische Vorgaben und verlässliche Strukturen vor Ort geknüpft ist. Im finanzpolitischen Diskurs des Abschlusstages mit Führungskräften der KfW, von Germany Trade & Invest sowie des Ostdeutschen Bankenverbandes wurde hervorgehoben, dass Ostdeutschland im internationalen Investitionswettbewerb deutlich an Attraktivität gewonnen hat, die Anstrengungen zur Optimierung der Rahmenbedingungen jedoch konsequent fortgesetzt werden müssen.
Neben den großformatigen Panels auf der Hauptbühne zeichnet sich das OWF als Plattform traditionell durch den direkten, branchenübergreifenden Austausch aus. Auch in diesem Jahr boten zahlreiche interaktive Workshops sowie der informelle Rahmen in Bad Saarow – etwa bei vertraulichen Gesprächen in kleiner Runde – den bewährten Raum, um Netzwerke abseits der offiziellen Agenda zu festigen und strategische Impulse unmittelbar in konkrete Handlungsansätze für die Unternehmen vor Ort zu übersetzen.
Holger Lösch, Geschäftsführer der Land der Ideen Management GmbH und stellvertretender Hauptgeschäftsführer des BDI, resümiert die Ergebnisse der Konferenz: „Wir erleben Zeiten tiefgreifender Umbrüche, die schnelle, aber auch überlegte Antworten verlangen. Das OWF 2026 hat bewiesen, wie unverzichtbar der direkte, ehrliche Dialog zwischen Politik, Wirtschaft und Wissenschaft ist. Die intensiven Debatten der letzten Tage zeigen: Wenn wir die Expertise aus Ostdeutschland bündeln, entsteht daraus echte Handlungskraft für den gesamten Wirtschaftsstandort – und darüber hinaus.“
Fotos zur redaktionellen Verwendung: Download (Copyright: Deutschland - Land der Ideen/Brundert_Marquardt)
Über das OWF
OWF ist die führende Wirtschaftskonferenz in Ostdeutschland. Ziel des OWF ist es, die Chancen und Herausforderungen des Wirtschaftsstandorts mithilfe des Transformationsbarometers aufzuzeigen, relevante Akteure und Akteurinnen aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft zu vernetzen und Lösungsansätze für die Strukturwandel- und Transformationsprozesse zu erarbeiten, die den Standort prägen. Mit hochkarätigen Referent:innen, Podiumsdiskussionen und Networking-Formaten bietet das OWF seinen Teilnehmenden die Gelegenheit, sich aktiv an diesem wichtigen Dialog zu beteiligen.
Über Deutschland – Land der Ideen
2006 anlässlich der Fußball-WM von der Bundesregierung und der deutschen Wirtschaft gegründet, setzt sich die Standortinitiative Deutschland - Land der Ideen für Ideen und Innovationskraft in Deutschland ein. Gemeinsam mit Partnern aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft realisiert Deutschland – Land der Ideen Wettbewerbe, Netzwerkprojekte und das Ostdeutsche Wirtschaftsforum. Weitere Informationen auf https://land-der-ideen.de/
Pressekontakt:
owf-presse@land-der-ideen.de">owf-presse@land-der-ideen.de
Wilhelm Nöldeke | T: 0179 86 65 667
Jan Schleifer | T: 0170 80 55 101