Vampire an der Ostsee – ein Geheimnis wird gelüftet
Waren Sie schon einmal in der Hansestadt Wismar an der Ostsee? Falls ja, dann erinnern Sie sich sicher an die bunten Giebelhäuser, die beeindruckenden Backsteinkirchen und natürlich an den Hafen mit seinen Fischkuttern und den diebischen Möwen. Aber Vampire? Ausgerechnet hier?
In Wismar ist das tatsächlich naheliegend. Im Jahr 1922 drehte Friedrich Murnau hier einen der ersten Vampirfilme der Filmgeschichte. „Nosferatu – eine Sinfonie des Grauens“ ist ein expressionistisches Meisterwerk, das mit seiner traumartigen Stimmung und dem großartigen Max Schreck in der Titelrolle, bis heute einen besonderen Stellenwert im Kanon der Horrorfilme einnimmt. Dem Drehbuch nach spielt die Geschichte zwar in der fiktiven Stadt Wisborg, aber schon die erste Einstellung zeigt den Marktplatz in Wismar mit der Wasserkunst, aufgenommen vom Turm der Marienkirche aus.
In Wismar ist man stolz darauf und lässt die Vampire tanzen. Von Theateraufführungen in St. Georgen über einen Rundgang mit Großpuppen quer durch die Stadt bis hin zu den kleinen Gedenktafeln, die an allen Drehorten angebracht wurden, kann man die Herrscher der Nacht nicht übersehen. Jung und alt gruselt sich gern bei Nosferatus Anblick, denn es ist ja alles nur ein Spiel. Oder?
Tatsächlich leben in Wismar echte Vampire, nur würden Sie sie nicht erkennen. Sie sehen aus, wie du und ich. Die Ältesten von ihnen fürchten das Tageslicht nicht mehr, sie bewegen sich frei zu jeder Zeit in der Stadt. Vielleicht ist ihre Haut ein wenig blasser, und ihr Blick mag hypnotisierend auf Sie wirken. Aber keine Sorge, Ihnen wird nichts geschehen. Unsere vampirischen Freunde werden es unter den wachsamen Augen des Obersten Gerichtshofs der Welten nicht wagen, jemanden ernsthaft zu verletzen.
Was in gegenseitigem Einvernehmen geschieht, steht allerdings auf einem anderen Blatt. Vampire sind Meister der Verführung, ihrem Charme kann sich niemand entziehen, wenn sie es darauf anlegen. Möglicherweise werden Sie sich später nicht an diese außergewöhnliche Begegnung erinnern. Man will ja keinen Aufruhr riskieren. Schade eigentlich…
Warum ich Ihnen all das verrate? Nun, ich habe die Erlaubnis eines der einflussreichsten Vampire, des Obersten Anklägers am Gerichtshof der Welten. Lernen Sie Armand du Brassot in meinem Roman „Das Erbe der Richterin“ kennen. Ihr Rezensionsexemplar wartet schon auf Sie.
Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen Ihre
Doreen Schwestka, Abteilungsleiterin im Risiko Management einer Bank und Autorin
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