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Entertainment als Ablenkungsmanöver?

Entertainment als Ablenkungsmanöver?
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Vom Dichter Juvenal, in der römischen Antike ein kritischer Geist, stammt das geflügelte Wort Brot und Spiele, das in der damaligen Politik eine gängige Praxis war, um das Volk bei Laune zu halten. Theaterspiele und Wettkämpfe zu Ehren der Götter wurden mehr und mehr zu einem gigantischen Entertainment, deren Köpfe kostenlos Getreide in der Bevölkerung verteilten. Die Brutalität, mit der im Zirkus gekämpft wurde, stellte für die meisten Menschen dieser Zeit kein Problem dar – ganz im Gegenteil.

Es gab regelrechte Fangemeinden; siegreiche Gladiatoren erklärte man zu Helden, ihre Namen wurden in Gefäßen eingearbeitet und auf Wände gekritzelt. Als Highlight inszenierten die römischen Machthaber aufwendige Seeschlachten. Sie bespaßten das Volk in der Absicht, beliebt zu sein und verehrt zu werden. Doch das war nicht alles. Missstände, Gewalt auf den Straßen und Korruption in ungeahntem Ausmaß - die Probleme im Reich sollten durch die Unterhaltungspolitik überlagert oder erst gar nicht wahrgenommen werden. Entertainment als Ablenkungsmanöver.

Wie sieht es heute damit aus? Können wir unsere Sportstadien mit den Arenen im Alten Rom vergleichen? Schließlich riskiert kein Fußballprofi sein Leben.

In 2000 Jahren hat sich einiges verändert. Aber was ist mit dem Kern der Sache? Die Ablenkung von gesellschaftspolitischen Problemen, vom Weltgeschehen, der Zukunft und den Plänen der Machthaber, die immer undurchsichtiger werden, funktioniert nach wie vor. Greifen wir nicht lieber zur Fernbedienung und sehen uns irgendeine oberflächliche Serie auf einem der unzähligen Programme und Streamingdienste an? Wie viele Stunden vergraben wir uns in die Timeline der sozialen Netzwerke, ohne zu wissen, was „echt“ und was „fake“ ist? Wie viele Events und Partys brauchen wir wirklich, um unser Bedürfnis nach Vergnügen zu stillen? Wie brutal muss ein Film sein, um uns in Spannung zu versetzen? Das alles ist menschlich, doch in der Summe werden wir mehr vom Geschehen in der Welt abgelenkt als die Menschen im Alten Rom.

Können wir nicht auch etwas Positives darin sehen? Manchmal hilft es in fremde Welten einzutauchen, am besten mit einem guten Buch. Bücher können Wunder wirken, die Stimmung aufhellen und Vergnügen bereiten.

In meinem Roman "Das Geheimnis von La Botte" wird aus der spitzfindigen, frustrierten Antonella eine wissbegierige, offenherzige Frau. Ihr Selbst reift auf der Insel La Botte, deren magischer Baum sie in das römische Reich des ersten nachchristlichen Jahrhunderts führt, in dem Grausamkeit und Schönheit gleichermaßen Platz haben.

Wenn Ihr Interesse geweckt ist, schmökern Sie einfach in meinem Roman und erfahren, was Antonella in ihren Zeitreisen erlebt und was ihr Freund Giuseppe zur selben Zeit durchmacht. Fordern Sie einfach Ihr Rezensionsexemplar an. Gerne können Sie mich auch kontaktieren. Sie finden mich auch über meine Homepage:

www.kristina-roessler-lehnhoff.de

Herzlichst

Kristina Rössler-Lehnhoff, Schauspielerin und Autorin

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