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DEUTSCHER WALDPREIS 2026 vergeben
DEUTSCHER WALDPREIS 2026 vergeben:
Wie die Gewinner Natur und Mensch schützen
Ein Förster, der Bürger für den Wald begeistert, ein Forstunternehmer mit bodenschonender Technik und ein Waldbesitzer, der mit konsequenter Jagd klimafitte Mischwälder ermöglicht: In Berlin wurden die Preisträger des DEUTSCHEN WALDPREISES 2026 ausgezeichnet.
Berlin/München, 10. Juli 2026 - Die Gewinner des DEUTSCHEN WALDPREISES 2026 stehen fest: Ausgezeichnet wurden Tobias Helfenstein aus Rheinland-Pfalz als „Förster des Jahres“, Simon Launer aus Mittelfranken als „Forstunternehmer des Jahres“ und Stefan Strasser aus Oberbayern als „Waldbesitzer des Jahres“.
Der Sonderpreis „Nachhaltigkeit Wald“ ging an die bundesweit aktive Interessengemeinschaft Zugpferde e.V. Mit dem Sonderpreis „Forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse“ wurde die Waldbesitzervereinigung Landshut w.V. aus Niederbayern geehrt.
Die Verleihung fand am 9. Juli 2026 in Berlin statt. Mit dem DEUTSCHEN WALDPREIS würdigt forstpraxis.de, die führende deutschsprachige Plattform für Forst- und Waldwirtschaft aus dem Hause dlv Deutscher Landwirtschaftsverlag, Menschen, Betriebe und Initiativen, die sich in besonderer Weise für Wald, Forstwirtschaft und den ländlichen Raum engagieren.
Bundesminister Alois Rainer würdigte in seinem Grußwort das Engagement der Preisträgerinnen und Preisträger: „Je größer die Herausforderungen für unsere Wälder werden, desto wichtiger ist das Engagement derjenigen, die mit Weitblick und Tatkraft Lösungen entwickeln und Verantwortung übernehmen. Dafür gebührt ihnen große Anerkennung und unser aufrichtiger Dank.“
Auch Marion Gentges MdL, Ministerin für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg, betonte in ihrem Grußwort die Bedeutung des Einsatzes für den Wald: „Forstunternehmen, Försterinnen und Förster sowie Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer suchen Tag für Tag nach Lösungen und packen gemeinsam an, um die Samen für den Wald von morgen zu säen.“
Die Preisträger 2026 im Überblick
Förster des Jahres:
Wie Tobias Helfenstein aus Rheinland-Pfalz engagierte Bürger einbindet
Tobias Helfenstein betreut das Forstrevier Kirn im Forstamt Bad Sobernheim der Landesforsten Rheinland-Pfalz. In seinem Revier verbindet er naturnahe Waldwirtschaft mit einem offenen Dialog mit Bürgerinnen und Bürgern. Die Jury würdigte besonders, dass Helfenstein wichtige Themen des Waldes unerschrocken, positiv und lösungsorientiert angeht. Waldbaulich setzt er auf den Umbau der Wälder, unter anderem mit Buchen-Voranbau und der Integration von Pionierbaumarten wie der Birke. Weitere Schwerpunkte liegen auf witterungsangepasstem Holzrücken, Arbeitsschutz beim Unternehmereinsatz, Forstwegebau und Wasserrückhaltung im Wald.
Forstunternehmer des Jahres:
Wie Simon Launer aus Mittelfranken mit angepasster Technik sensible Bestände bearbeitet
Simon Launer hat seinen Familienbetrieb zu einem spezialisierten Forstunternehmen mit Fokus auf bodenschonende, angepasste Technik entwickelt. Statt großer Maschinen setzt Launer Forsttechnik auf leichte, wendige Harvester und Forwarder, die besonders in sensiblen Beständen präzise arbeiten können. Neben Forstdienstleistungen gehören Maschinenhandel und Motorsägenkurse zum Betrieb. Bodenschutz, Mitarbeiterbeteiligung und Ausbildung haben dabei hohe Priorität.
Waldbesitzer des Jahres:
Wie Stefan Strasser aus Oberbayern mit angepasster Jagd die natürliche Verjüngung stärkt
Stefan Strasser übernahm 2006 mit 19 Jahren die Verantwortung für den Wald seiner Familie. Durch gezielte Durchforstungen, Lichtsteuerung und vor allem eine angepasste Jagd brachte er den Bestand wieder in die natürliche Verjüngung. Besonders die Tanne kehrt zurück. Heute ist der Wald dichter und stabiler, das Wild gesünder und die Zahl der Wildunfälle deutlich gesunken. Strasser steht damit für naturnahe Bewirtschaftung, praktisches Engagement und die konsequente Entwicklung klimafitter Mischwälder.
Sonderpreis „Nachhaltigkeit Wald“:
Wie die Interessengemeinschaft Zugpferde e.V. bundesweit den Waldboden schützt
Die Interessengemeinschaft Zugpferde e.V. setzt sich seit 1992 für eine nachhaltige, bodenschonende und zukunftsfähige Waldnutzung ein. Die Jury würdigte, dass die IGZ traditionelle Pferdearbeit mit modernen Verfahren der Waldbewirtschaftung verbindet und zeigt, wie Bodenschutz und effiziente Forsttechnik Hand in Hand gehen können. Im Mittelpunkt steht die Arbeit mit Rückepferden für einen bodenschonenden waldbaulichen Einsatz sowie Ausbildung, Forschung, Nachwuchsförderung und Wissenstransfer.
Sonderpreis „Forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse“:
W ie die Waldbesitzervereinigung Landshut in Niederbayern private Waldbesitzer stärkt
Die Waldbesitzervereinigung Landshut w.V. unterstützt rund 3.000 Mitglieder und betreut knapp 18.000 Hektar Waldfläche. Das Team aus fünf Förstern und einer Försterin begleitet private Waldbesitzer von Verjüngung und Pflege über Holzernte und Förderung bis hin zur Vermarktung. Die Jury hob besonders die individuelle Unterstützung, die Wissensvermittlung und die Befähigung der Waldbesitzer hervor, eigene Entscheidungen zu treffen und umzusetzen. Damit leistet die WBV Landshut einen wichtigen Beitrag zu gemeinschaftlicher, zukunftsfähiger Waldbewirtschaftung.
Starke Partner aus Forstwirtschaft und Branche
Der DEUTSCHE WALDPREIS wird mit Unterstützung starker Partner vergeben. Hauptsponsor ist STIHL. Die Kategorie „Förster des Jahres“ wird von der Grube KG unterstützt, die Kategorie „Forstunternehmer des Jahres“ von der Unterreiner Forstgeräte GmbH und die Kategorie „Waldbesitzer des Jahres“ von der rodenberg waldkontor AG. Den Sonderpreis „Nachhaltigkeit Wald“ unterstützt die RAL Gütegemeinschaft Wald- und Landschaftspflege, den Sonderpreis „Forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse“ die FriedWald GmbH.
Allgemeine Informationen zum DEUTSCHEN WALDPREIS
Mit dem DEUTSCHEN WALDPREIS ehrt forstpraxis.de, ein Medium aus dem Hause dlv Deutscher Landwirtschaftsverlag, Menschen, Betriebe und Initiativen, die sich in besonderer Weise für die Forstbranche stark machen. Die Auszeichnung soll erfolgreiche Beispiele sichtbar machen, Forstleute motivieren und zeigen, wie vielfältig Engagement für Wald, Forstwirtschaft und nachhaltige Nutzung heute ist.
Mehr Informationen zum DEUTSCHEN WALDPREIS finden Sie unter deutscher-waldpreis.de.
Über forstpraxis.de
forstpraxis.de ist die führende deutschsprachige Medienplattform für Profis der Wald- und Forstbranche. Förster, Forstunternehmer und Waldbesitzer finden hier tagesaktuelle Nachrichten und Fachartikel von renommierten Experten u. a. zu den Themen Forstpolitik, Technik, Holzmarkt, Waldökologie und Waldschutz. Auf forstpraxis.de ist die redaktionelle Kompetenz und langjährige Erfahrung der Redaktionen von AFZ-Der Wald, Deutscher Waldbesitzer und Forst & Technik vereint. forstpraxis.de ist ein Produkt von dlv Deutscher Landwirtschaftsverlag.
Über Deutscher Landwirtschaftsverlag GmbH
dlv Deutscher Landwirtschaftsverlag gehört zu den Top-10 Fachverlagen in Deutschland. Rund 400 Mitarbeiter erwirtschaften mit mehr als 40 Print- und Online-Medien zu Land- und Forstwirtschaft, Jagd und Landleben über 80 Mio. Euro Umsatz im Jahr. Damit ist dlv europaweit eines der erfolgreichsten Medienhäuser rund um die Themen Landwirtschaft und Natur. Das medienübergreifende Portfolio reicht von Fachzeitschriften und Special Interest Magazinen über Online-Portale, Online-Shops und mobile Apps bis hin zu Veranstaltungen und Marktforschung. Über unsere Beteiligungen ist dlv Deutscher Landwirtschaftsverlag unter dem Leitgedanken „think global, act local“ in insgesamt 20 Ländern Europas und in Nordamerika aktiv.
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