Johanniter Unfall Hilfe e.V.

Johanniter warnen: Choleraepidemie in der DR Kongo weitet sich aus

Johanniter warnen: Choleraepidemie in der DR Kongo weitet sich aus
Die Johanniter leisten seit fast zehn Jahren medizinische Hilfe im Kongo, so wie hier in der Gesundheitsstation in Umoja, Provinz Nord-Kivu. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/14240 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter... mehr

Berlin/Goma (ots) - Landesweit bereits über 40.000 Infizierte und 771 Todesopfer

Stephan Bihl, Johanniter-Länderbüroleiter in Goma, Demokratische Republik Kongo, schätzt die derzeitige Entwicklung der Choleraepidemie als sehr besorgniserregend ein. "Über die Hälfte der Bevölkerung nutzt weiterhin verschmutztes Wasser. Sanitäre Anlagen und grundlegende Kenntnisse über die Krankheit und Maßnahmen zum Schutz gegen eine Ansteckung fehlen. Daher rechnen wir besonders im Distrikt Masisi mit einer weiteren Ausbreitung der Epidemie."

So wurden im Distrikt Masisi, nordwestlich der Provinzhauptstadt Goma, in den letzten Wochen 1.500 Patienten mit Cholera registriert. Die Johanniter sind hier seit fast zehn Jahren tätig und unterstützten derzeit 16 Gesundheitsstationen. Landesweit sind die Zahlen seit dem Ausbruch im Juli auf 40.000 Infizierte gestiegen, so die aktuellen Zahlen des kongolesischen Gesundheitsministeriums. 771 Menschen starben bereits an der Durchfallerkrankung. Insgesamt sind 21 der 26 Provinzen des Kongos betroffen.

"Die Epidemie kann sich vor allem aufgrund der derzeitigen Regenzeit immer weiter ausbreiten", berichtet Bihl. "Schmutziges Wasser gelangt in die Brunnen. Erdrutsche verschütten Quellen, wodurch die Menschen auf Wasser aus schmutzigen Kanälen angewiesen sind."

Um die Cholera einzudämmen, arbeitet die Johanniter-Auslandshilfe eng mit dem kongolesischen Gesundheitsministerium zusammen. So werden Medikamente und Infusionen zur Cholerabehandlung bereitgestellt. Von Cholera betroffene Haushalte und Gesundheitsstationen erhalten Desinfektionsmittel. Das medizinische Personal wird zu Desinfektionsmaßnahmen und im Umgang mit infizierten Patienten geschult.

"Auch klären wir die Bevölkerung über Ansteckungsgefahren und präventive Maßnahmen, wie beispielsweise regelmäßiges Händewaschen, auf", ergänzt der medizinische Koordinator der Johanniter in Goma, Dr. Louis Massing. "Trotz der enormen Anstrengungen auf allen Seiten besteht jedoch ein großer Bedarf bei der Versorgung der vielen Patienten."

Die Johanniter-Auslandshilfe ist seit fast zehn Jahren in der DR Kongo mit verschiedenen Projekten aktiv, hauptsächlich in der Basisgesundheits- und Wasserversorgung. Mehr als 160.000 Menschen erhielten im Jahr 2016 die Möglichkeit zur medizinischen Versorgung. Gleichzeitig versorgen die Johanniter Menschen, die sexuelle Gewalt überlebt haben.

Die Johanniter sind im Kampf gegen die Cholera in der DR Kongo dringend auf Spenden angewiesen: Johanniter-Unfall-Hilfe e.V., Stichwort "Cholera Kongo" IBAN: DE94370205000433043300, BIC: BFSWDE33XXX

Pressekontakt:

Hinweis für Redaktionen:
Stefan Bihl, Johanniter-Länderbüroleiter in Goma, DR Kongo, steht für
Interviews zur Verfügung. Bitte wenden Sie sich an die Pressestelle.

Ansprechpartner:
Sandra Lorenz, Fachbereichsleiterin Kommunikation Auslandshilfe,
Tel. 030-26997356 und 0172-5638740, sandra.lorenz@johanniter.de
Weitere Informationen: www.johanniter-auslandshilfe.de

Original-Content von: Johanniter Unfall Hilfe e.V., übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Johanniter Unfall Hilfe e.V.

Das könnte Sie auch interessieren: