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Keine Chance auf Rückkehr
Zur aktuellen Situation der syrischen Flüchtlinge im Libanon

Frankfurt/Main (ots)

Eine dramatische Eskalation der Flüchtlingsssituation im Libanon berichtet der Nothilfe-Koordinator von medico international, Wilhelm Hensen, der gerade von dort zurückgekehrt ist. Die laut offiziellen Schätzungen 800.000 Flüchtlinge lebten unter extremen Bedingungen in selbst gezimmerten provisorischen Notunterkünften, in Garagen oder bei Verwandten. Die Preise für Unterkünfte und Stellplätze für Hütten aus Pappe und Werbebannern stiegen unaufhörlich. "Die miserable Lage der Flüchtlinge zeigt sich auch in den Krankheiten, mit denen unsere Kollegen konfrontiert sind: Läuse, Krätze, Durchfallerkrankungen", so Hensen. Als besonders dramatisch erlebte Hensen die Lage in der Bekaa-Ebene, in der medico medizinische Nothilfe für Flüchtlinge unterstützt, da dort bereits der kalte Winter einsetze. Hinzu komme, dass der Konflikt langsam auf diese Region überschwappe. Es komme immer wieder zu Bombardierungen und bewaffneten Auseinandersetzungen.

So provisorisch die Lage der Flüchtlinge sei, so perspektivlos gestalte sich deren Situation. "Alle Flüchtlinge, mit denen ich sprach, waren sich bewusst, dass es auf lange Sicht keine Möglichkeit gibt, nach Syrien zurückzukehren. Alle müssen sich in dem unerträglichen Provisorium auf Dauer einrichten", erklärt Wilhelm Hensen.

Medico international unterstützt aus Spenden und mit Mitteln des Auswärtigen Amtes die Versorgung der Flüchtlinge im Libanon, so unter anderem die libanesische Hilfsorganisation AMEL bei der medizinischen Nothilfe für syrische Flüchtlinge in der nördlichen Beeka-Ebene. Im Ein-el-Hilweh-Camp ermöglicht medico außerdem der Nashet Association die Betreuung und Versorgung palästinensischer Flüchtlinge aus Syrien. Unser Partner bietet damit auch eine säkulare Alternative zur starken Präsenz islamischer Hilfswerke.

Außerdem fördert medico verschiedene sozialmedizinische und Bildungs-Projekte in Syrien selbst.

Medico bittet für diese Arbeiten dringend um Spenden unter dem Konto 1800, Frankfurter Sparkasse, BLZ: 5000102 oder unter www.medico.de

Für Rückfragen und Interviews wenden Sie sich bitte an:

Katja Maurer, 0171 122 12 61, 069 9443829

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